Der Tischlermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Tischler zur Meisterin oder zum Meister qualifiziert. Sie befähigt zur Betriebsgründung, Betriebsleitung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Übernahme von Führungsverantwortung im Tischlerhandwerk.
Aufbauend auf: Tischler
Dauer
12 Monate
oder 27 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
4.500–10.000 €
Gehalt danach
ab 3.200 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Tischlermeister leitest du einen Tischlereibetrieb, verantwortest Personalführung, Ausbildung und Qualitätskontrolle. Du planst und kalkulierst komplexe Projekte, berätst Kunden, überwachst Fertigung und sicherst wirtschaftliche Rentabilität. Du kannst dich selbstständig machen oder Führungspositionen in etablierten Betrieben übernehmen.
Tischlereien, Möbelunternehmen, Innenausstattungsfirmen, Architektur- und Designbüros, Möbelindustrie, Restaurierungswerkstätten, Raumausstattungsbetriebe, Baubetriebe mit Schreinerei sowie als Selbstständiger mit eigenem Betrieb.
Abgeschlossene Berufsausbildung als Tischler oder Tischlerin und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Handwerk (oder fünf Jahre ohne Abschluss). Zulassung zur Meisterprüfung regeln die jeweiligen Handwerkskammern; oft ist ein Hauptschulabschluss erforderlich.
Du vertiefst dein Wissen in Entwurf, Konstruktion und Fertigung hochwertiger Möbel und Innenausbau, lernst moderne CAD-Technologie und digitale Fertigungsmethoden. Weitere Schwerpunkte sind Betriebswirtschaft, Personalführung, Ausbildereignung, Arbeitsschutz sowie Material- und Nachhaltigkeitsfragen.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: praktische Meisterprüfung (Gesellenarbeit), schriftliche Prüfung Betriebswirtschaft/Recht, schriftliche Prüfung Fachtheorie sowie Ausbildereignungsprüfung. Zuständig sind die Handwerkskammern (HWK).
Prüfungsthemen
Nach Abschluss kannst du deinen eigenen Betrieb gründen, wirst Betriebsleiter oder Geschäftsführer in Tischlereien, erlangst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen, übernimmst Projektleitung bei komplexen Aufträgen oder spezialisierst dich auf Nischenbereiche wie Restaurierung oder Designmöbelbau.
Tischlermeister gehören zu den förderfähigen Abschlüssen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG); Darlehen und Zuschüsse durch Aufstiegs-BAföG sind möglich.
Ratgeber
Der Tischlermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 27 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 4.500 bis 10.000 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Tischlermeister durchschnittlich zwischen 3.200 und 3.500 Euro brutto monatlich.
Ofen- und Luftheizungsbauermeister
Der Ofen- und Luftheizungsbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Fachleute befähigt, Betriebe im Ofen- und Luftheizungsbau zu leiten und auszubilden. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Meisterberechtigung und können sich selbstständig machen oder Führungspositionen übernehmen.
Straßenbauermeister
Der Straßenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung und eigenverantwortlichen Führung von Straßenbauprojekten befähigt. Nach erfolgreichem Abschluss darfst du Betriebe gründen, Mitarbeiter ausbilden und komplexe Straßenbauvorhaben leiten.
Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister
Der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister ist eine Handwerksfortbildung, die Fachkräfte befähigt, Isolierarbeiten fachgerecht zu planen, auszuführen und zu leiten. Mit dem Meisterabschluss erwerben Sie die Berechtigung zur Betriebsführung, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit im Handwerk.
Maler- und Lackierermeister
Der Maler- und Lackierermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Fachkräfte befähigt, einen Betrieb zu leiten, Mitarbeiter auszubilden und komplexe Projekte im Maler- und Lackierhandwerk zu verantworten. Mit dieser Qualifikation können Absolventen eigenverantwortlich ein Handwerksunternehmen gründen und führen.