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Zahntechnikermeister

Der Zahntechnikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Zahntechniker zur eigenständigen Betriebsführung und zur Ausbildung von Fachkräften befähigt. Mit diesem Abschluss erhalten Sie umfassende Kompetenzen in Betriebswirtschaft, Personalführung und der Leitung eines zahntechnischen Labors.

Aufbauend auf: Zahntechniker

Dauer

7 Monate

oder 19 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

9.200–11.800 €

Gehalt danach

ab 3.700 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Zahntechnikermeister?

Als Zahntechnikermeister führen Sie Ihr eigenes zahntechnisches Labor oder übernehmen Leitungsfunktionen in bestehenden Betrieben. Sie sind verantwortlich für die Qualitätskontrolle, die Betriebsorganisation, die Personalwirtschaft und die Ausbildung von Zahntechnikern. Darüber hinaus beraten Sie Zahnärzte und Patienten zu prothetischen Lösungen und innovativen Verfahren.

Wo arbeitest du?

Zahntechnische Labore, Dentalunternehmen, Dentallaborketten, Zahnkliniken mit eigenen Laboren, Zahnarztpraxen mit angebundenem Labor, Dentalindustrie und Forschungseinrichtungen im Dentalbereich

Voraussetzungen

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zahntechniker und in der Regel mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der Zahntechnik. Alternativ können Personen mit gleichwertigen Qualifikationen nach Einzelfallprüfung zugelassen werden.

Was lernst du in der Fortbildung?

Sie vertiefen Ihr Fachwissen in zahntechnischen Techniken, CAD/CAM-Systemen und modernen Materialwissenschaften. Gleichzeitig erwerben Sie fundiertes Wissen in Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Personalmanagement, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz. Die Ausbildereignungsprüfung (AdA) ist integriert, wodurch Sie berechtigt sind, Lehrlinge auszubilden.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von den Handwerkskammern (HWK) durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Meisterstück (Praxisarbeit), Fachwissen (schriftlich), Betriebswirtschaft/Recht/Arbeitsschutz (schriftlich) und Berufs- und Arbeitspädagogik (AdA-Prüfung, mündlich/schriftlich).

Prüfungsthemen

  • Zahntechnische Fertigungsverfahren und moderne Materialtechnologie
  • Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Unternehmensführung
  • Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Ausbildereignung und Personalmanagement

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss können Sie Ihr eigenes zahntechnisches Labor gründen und selbstständig tätig werden. Sie können Führungspositionen in Laboren oder Dentalunternehmen übernehmen, Auszubildende ausbilden und betreuen sowie als Qualitätskontrolleur und Innovationstreiber in der zahntechnischen Industrie tätig sein.

Förderung

Absolventen können Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) beantragen, das Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren teilweise oder vollständig erstattet sowie eine Unterhaltsvergütung während des Lehrgangs gewährt.

Ratgeber

Der Zahntechnikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 7 Monate, in Teilzeit rund 19 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 9.200 bis 11.800 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Zahntechnikermeister durchschnittlich zwischen 3.700 und 4.250 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zahntechnikermeister-Prüfung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zahntechniker sowie in der Regel mindestens drei Jahre Berufserfahrung im zahntechnischen Bereich. Personen mit gleichwertigen Qualifikationen können nach einer Einzelfallprüfung durch die zuständige Handwerkskammer ebenfalls zugelassen werden.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Zahntechnikermeister-Ausbildung?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten möglich, der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Auch bei Vollzeitfortbildungen kann ein Unterhaltsbeitrag gewährt werden.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Zahntechnikermeister?
Mit dem Meistertitel können Zahntechnikermeister ein eigenes zahntechnisches Labor gründen und selbstständig arbeiten. Darüber hinaus stehen Führungspositionen in zahntechnischen Laboren oder Dentalunternehmen offen, und der Abschluss berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen im Zahntechniker-Handwerk. Auch Tätigkeiten als Qualitätsverantwortlicher oder in der Dentalindustrie sind möglich.
Kann ich mit dem Zahntechnikermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss im Handwerk gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt zum Studium an Fachhochschulen und Universitäten ohne zusätzliche Zugangsprüfung. Besonders relevant sind Studiengänge wie Dentaltechnologie, Medizintechnik oder Betriebswirtschaft. Einige Hochschulen rechnen Teile der Meisterausbildung auf das Studium an.