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Zweiradmechanikermeister

Der Zweiradmechanikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte befähigt, Betriebe im Zweiradhandwerk eigenverantwortlich zu leiten und auszubilden. Sie vermittelt umfassendes Wissen in Betriebsführung, Personalmanagement und spezialisierter Zweiradtechnik.

Aufbauend auf: Zweiradmechaniker

Dauer

12 Monate

oder 30 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

9.400–9.400 €

Gehalt danach

ab 3.500 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Zweiradmechanikermeister?

Als Zweiradmechanikermeister leitest du einen Handwerksbetrieb, bist verantwortlich für Personalführung, Ausbildung von Lehrlingen und die Qualitätskontrolle von Reparaturen und Wartungsarbeiten. Du führst komplexe Diagnosen und Reparaturen an Fahrrädern, E-Bikes und Motorrädern durch und verantwortest die kaufmännische und technische Betriebsleitung.

Wo arbeitest du?

Zweiradwerkstätten, Fahrrad- und E-Bike-Fachgeschäfte, Motorrad-Dealerships, Reparatur- und Wartungsbetriebe, spezialisierte Servicebetriebe sowie Möglichkeiten zur Unternehmensgründung und Betriebsübernahme.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker oder einer vergleichbaren Fachrichtung sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Branche, davon mindestens zwei Jahre in einer leitenden oder ausbildenden Funktion.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du erlernst betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Kalkulation, Kostenrechnung und Personalführung sowie spezialisierten Unterricht in Zweiradtechnik, Elektrotechnik, Fehlerdiagnose und Instandhaltung. Zusätzlich werden Qualitätsmanagement, Kundenorientierung und die Befähigung zur Ausbildung von Fachkräften vermittelt.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Geltungsbereich I (praktische Meisterprüfung), Geltungsbereich II (theoretische Meisterprüfung Fachtheorie), Geltungsbereich III (Betriebsführung und Betriebsleitung) und Geltungsbereich IV (Berufsausbildung und Ausbildungsvorbereitung). Zuständig ist die zuständige Handwerkskammer.

Prüfungsthemen

  • Zweiradtechnik und Reparatur (Fahrräder, E-Bikes, Motorräder)
  • Elektrotechnik und Antriebssysteme
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation und Kostenrechnung
  • Personalführung, Ausbildung und Qualitätsmanagement

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und dich selbstständig machen, eine Betriebsleiterfunktion in etablierten Zweiradwerkstätten übernehmen, Fachkräfte ausbilden und Prüfungen abnehmen oder dich in Betriebsräte und Branchenverbände engagieren.

Förderung

Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Meister-BAföG) förderfähig; Teilnehmende können Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen erhalten.

Ratgeber

Der Zweiradmechanikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei ca. 9.400 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Zweiradmechanikermeister durchschnittlich zwischen 3.500 und 4.100 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zweiradmechanikermeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker oder in einer vergleichbaren Fachrichtung. Zusätzlich werden mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Branche verlangt, davon mindestens zwei Jahre in einer leitenden oder ausbildenden Funktion. Die genauen Zulassungsbedingungen regeln die jeweiligen Handwerkskammern.
Gibt es finanzielle Förderung für die Zweiradmechanikermeister-Fortbildung?
Die Fortbildung ist über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) förderungsfähig. Dabei können bis zu 15.000 Euro als Maßnahmenbeitrag beantragt werden, wovon ein Teil als Zuschuss und der Rest als zinsgünstiges Darlehen gewährt wird. Beim Bestehen der Prüfung werden 50 Prozent des noch offenen Darlehens erlassen. Anträge werden beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung gestellt.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Zweiradmechanikermeister?
Mit dem Meisterbrief kann man einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und selbstständig tätig werden. Alternativ bieten sich Betriebsleiterfunktionen in etablierten Zweiradwerkstätten an. Darüber hinaus berechtigt der Abschluss dazu, Auszubildende fachlich zu betreuen, Prüfungen abzunehmen sowie sich in Branchenverbänden und Gremien zu engagieren.
Ermöglicht der Zweiradmechanikermeister den Zugang zu einem Hochschulstudium?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt zum Studium an Fachhochschulen und Universitäten. Damit können Absolventen beispielsweise ein Studium in den Bereichen Betriebswirtschaft, Fahrzeugtechnik oder Ingenieurwesen aufnehmen. Einige Hochschulen bieten zudem spezielle Studiengänge für Meisterabsolventen ohne zusätzliche Aufnahmeprüfung an.