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MeisterHandwerk & BauHwO

Schilder- und Lichtreklameherstellermeister

Der Schilder- und Lichtreklameherstellermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die zur Führung eines Betriebs und zur Ausbildung von Fachkräften berechtigt. Sie qualifiziert Fachkräfte für die selbstständige Planung, Fertigung und Montage von Schildern und Lichtreklamen sowie zur Betriebsleitung.

Dauer

12 Monate

oder 30 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

9.500–11.500 €

Gehalt danach

ab 2.950 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Schilder- und Lichtreklameherstellermeister?

Als Meister führst du einen Betrieb der Schilder- und Lichtreklameherstellung, planst Projekte, kalkulierst Aufträge und überwachst die Qualität der Arbeiten. Du bist verantwortlich für die Ausbildung von Lehrlingen, die Personalführung und die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards. Du nimmst komplexe Kundenaufträge an, entwickelst Lösungskonzepte und koordinierst deren Umsetzung.

Wo arbeitest du?

Betriebe der Schilder- und Lichtreklameherstellung, Werbebüros und Designagenturen, Großdruckereien mit Schilderherstellung, Werbeagenturen mit eigener Produktion, Handwerksbetriebe im Bereich Außenwerbung und Beschilderung sowie eigene Meisterbetriebe.

Voraussetzungen

Abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung zum Schilder- und Lichtreklameherstellergeselle sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung in diesem Handwerk (teilweise kann die Ausbildungszeit angerechnet werden). Alternativ kann eine vergleichbare handwerkliche Ausbildung mit entsprechender Erfahrung anerkannt werden. Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt bei der zuständigen Handwerkskammer.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du erwirbst tiefgehendes Wissen in der Gestaltung, Konstruktion und Fertigung von Schildern und Lichtreklamen unter Berücksichtigung von Materialien, Techniken und Sicherheitsvorschriften. Du lernst betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Kalkulation, Kostenkontrolle, Marketing und Personalmanagement. Weitere Inhalte sind rechtliche Anforderungen, technische Zeichnungen, CAD-Anwendungen und die pädagogische Befähigung zur Ausbildung.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Praktische Meisterprüfung (Referenzprojekt), Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Recht sowie Pädagogik. Die praktische Prüfung umfasst die Fertigung und Montage eines komplexen Werkstücks, die theoretischen Teile sind schriftlich zu absolvieren.

Prüfungsthemen

  • Planung und Gestaltung von Schildern und Lichtreklamen
  • Materialien, Konstruktion und Fertigungstechniken
  • Elektrotechnik und Sicherheitsvorschriften für Lichtreklamen
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation und Personalmanagement
  • Arbeitsschutz und Rechtliche Grundlagen
  • Ausbildungspädagogik und Didaktik

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du dich selbstständig machen und einen eigenen Betrieb gründen. Du erlangst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Führung einer Werkstatt. Eine Karriere als Betriebsleiter oder technischer Leiter in größeren Unternehmen der Werbeindustrie ist ebenso möglich wie die Tätigkeit als Fachtrainer oder Betriebsberater.

Förderung

Die Fortbildung ist gemäß Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFFG) förderfähig. Absolventen können Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) beantragen, das Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren sowie einen Unterhaltszuschuss umfasst.

Ratgeber

Der Schilder- und Lichtreklameherstellermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 9.500 bis 11.500 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Schilder- und Lichtreklameherstellermeister durchschnittlich zwischen 2.950 und 3.300 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die Meisterprüfung ablegen zu dürfen?
In der Regel wird eine abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung zum Schilder- und Lichtreklameherstellergesellen sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Handwerk vorausgesetzt. Teile der Ausbildungszeit können auf die geforderte Berufspraxis angerechnet werden. Alternativ kann auch eine vergleichbare handwerkliche Ausbildung mit entsprechender Berufserfahrung als Zulassungsvoraussetzung anerkannt werden.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Meisterausbildung?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten sowie zinsgünstige Darlehen möglich, unabhängig von Alter und Einkommen. Ein Teil des Darlehens wird nach bestandener Prüfung zusätzlich erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Meisterabschluss?
Mit dem Meistertitel ist die selbstständige Führung eines eigenen Betriebs im Schilder- und Lichtreklamehersteller-Handwerk möglich, verbunden mit der Ausbildungsberechtigung für Lehrlinge. Darüber hinaus qualifiziert der Abschluss für Positionen als Betriebsleiter oder technischer Leiter in größeren Unternehmen der Werbeindustrie. Auch Tätigkeiten im Projektmanagement oder in der Kundenberatung für spezialisierte Werbeagenturen sind realistisch.
Berechtigt der Meisterabschluss zum Studium an einer Hochschule?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und ermöglicht ein grundständiges Studium ohne vorherige allgemeine Hochschulreife. Je nach Hochschule und Bundesland kann ein Studium in fachverwandten Bereichen wie Mediengestaltung, Wirtschaftsingenieurwesen oder Betriebswirtschaft aufgenommen werden. Einige Hochschulen bieten zudem spezielle Beratungs- und Eignungsverfahren für Meisterabsolventen an.