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Kaufmann für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren alle administrativen Abläufe in Unternehmen und Behörden. Sie bearbeiten Schriftverkehr, verwalten Termine, unterstützen die Buchhaltung und kommunizieren mit Kunden und Lieferanten. Der Beruf eignet sich für Menschen mit Organisationstalent, die gerne vielseitige Aufgaben übernehmen und sowohl am Schreibtisch als auch im direkten Kontakt mit Kollegen und Geschäftspartnern arbeiten möchten.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Azubi-Gehalt

550–900 €

pro Monat

Einstiegsgehalt

ab 2.400 €

nach der Ausbildung

Prüfung

IHK-Abschluss

Was machst du als Kaufmann für Büromanagement?

Der Arbeitstag beginnt meist mit der Bearbeitung der eingehenden Post und E-Mails über Microsoft Outlook: Anfragen werden gesichtet, weitergeleitet oder direkt beantwortet. Rechnungen werden in SAP oder DATEV erfasst, Angebote in Word oder Excel erstellt und Termine im digitalen Kalender koordiniert. Morgens finden häufig kurze Abstimmungen mit Abteilungsleitern statt, um den Tagesablauf zu planen. Nachmittags steht oft die Bearbeitung von Bestellvorgängen im Warenwirtschaftssystem, die Pflege von Kundenstammdaten in CRM-Systemen wie Salesforce oder Microsoft Dynamics sowie die Vorbereitung von Meetings und Präsentationen mit PowerPoint auf dem Programm. Typische Beispielaufgaben: die vollständige Abwicklung eines Reisekostenberichts gemäß Unternehmensrichtlinien oder die eigenständige Erstellung und Versendung einer Auftragsbestätigung an einen Geschäftskunden. Man arbeitet eng mit der Buchhaltung, dem Vertrieb und der Geschäftsführung zusammen, häufig im Büro, seltener im Homeoffice.

Wo arbeitest du?

Kaufleute für Büromanagement werden in nahezu jeder Branche benötigt: Industrie- und Handelsunternehmen (z. B. Siemens, Bosch, REWE-Gruppe), Versicherungen und Banken, Arzt- und Anwaltspraxen, Steuerberatungskanzleien, Handwerksbetriebe sowie Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Sowohl Klein- und Mittelständische Unternehmen als auch Konzerne bilden aus. Der Fachkräftebedarf in der allgemeinen Verwaltung ist konstant hoch; gut ausgebildete Bürokaufleute mit SAP- oder DATEV-Kenntnissen sind besonders gefragt.

Voraussetzungen

Ein mittlerer Schulabschluss gilt als übliche Empfehlung für die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement, da die kaufmännischen und rechtlichen Inhalte sowie die Textverarbeitung ein gutes Sprachverständnis und logisches Denken voraussetzen. Deutsch ist wichtig für schriftlichen Ausdruck nach DIN 5008, Mathematik für Prozent- und Zinsrechnung sowie Tabellenkalkulation, gegebenenfalls Englisch für internationale Korrespondenz. Organisationstalent, Sorgfalt und Diskretion sind gefragt, da häufig vertrauliche Unternehmensdaten verwaltet werden. Kommunikationsstärke, Serviceorientierung im Umgang mit Kunden und Lieferanten sowie ein sicherer Umgang mit digitalen Medien und Office-Software runden das Profil ab.

Was lernst du in der Ausbildung?

Im ersten Lehrjahr stehen Grundlagen der Büroorganisation im Mittelpunkt: Postbearbeitung, professionelle Geschäftskorrespondenz nach DIN 5008, Grundlagen der kaufmännischen Steuerung sowie der Umgang mit Microsoft Office (Word, Excel, Outlook). Außerdem werden rechtliche Grundlagen des Ausbildungsverhältnisses und einfache buchhalterische Buchungssätze eingeführt. Im zweiten und dritten Lehrjahr vertiefen Auszubildende die Inhalte in zwei frei wählbaren Wahlqualifikationen, beispielsweise Auftragssteuerung und -koordination, kaufmännische Steuerung und Kontrolle, Personalwirtschaft, Assistenz und Sekretariat oder Öffentlichkeitsarbeit. Verglichen mit dem Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement liegt der Schwerpunkt nicht auf Warenströmen, sondern auf internen Büroprozessen, Kommunikation und Verwaltungsabläufen. Lernfelder umfassen außerdem Datenschutz (DSGVO), Bürowirtschaft sowie Entgeltabrechnung.

Bürowirtschaft und OrganisationKaufmännische Steuerung und KontrolleInformationsverarbeitung / TextverarbeitungWirtschafts- und SozialkundeWahlqualifikationsbezogener Fachunterricht

IHK-Prüfung & Abschluss

Die Ausbildung endet mit einer zweiteiligen gestreckten Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz. Teil 1 findet im zweiten Ausbildungsjahr statt, etwa im Frühjahr zur Mitte des zweiten Lehrjahres, und umfasst einen schriftlichen Bereich Informationsverarbeitung von 60 Minuten sowie eine Prüfung Büromanagementprozesse von 90 Minuten, zusammen mit 25 Prozent Anteil an der Gesamtnote. Teil 2 folgt am Ende des dritten Lehrjahres mit den Bereichen Kundenbeziehungsprozesse (schriftlich, 90 Minuten, 30 Prozent), Wahlqualifikation 1 (schriftlich, 45 Minuten, 10 Prozent), Wahlqualifikation 2 als mündlich-praktische Fachaufgabe mit Fachgespräch von rund 20 Minuten Vorbereitung und 15 Minuten Gespräch (20 Prozent) sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich, 45 Minuten, 15 Prozent). Zum Bestehen müssen alle Prüfungsbereiche mindestens mit der Note ausreichend, also 50 von 100 Punkten, bewertet werden, kein Bereich darf ungenügend ausfallen.

Prüfungsthemen

  • Büroorganisation und Informationsverarbeitung (MS Office, digitale Kommunikation)
  • Büromanagementprozesse (Postbearbeitung, Terminmanagement, Ablageorganisation)
  • Kundenbeziehungsprozesse (Auftragsabwicklung, Korrespondenz, Reklamationsbearbeitung)
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (Buchführung, Kostenrechnung, DATEV)
  • Personalwirtschaft (Entgeltabrechnung, Personalverwaltung)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Wirtschaftssystem)
  • Datenschutz und Datensicherheit (DSGVO, betriebliche Compliance)

Karriere nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung sind typische Weiterbildungen der Fachwirt für Büro- und Projektorganisation (IHK) oder der Kaufmännische Fachwirt (IHK). Mit etwas Berufserfahrung bieten sich der Verwaltungsfachwirt (für den öffentlichen Dienst) oder der Betriebswirt (IHK) an. Für Führungsambitionen ist der Weg über ein berufsbegleitendes Studium in Betriebswirtschaftslehre (B.A. BWL), Business Administration oder Wirtschaftsrecht sinnvoll. Nach 5–10 Jahren sind Positionen wie Büroleitung, Assistenz der Geschäftsführung, Teamleitung Verwaltung oder Office-Manager realistisch. Spezialisierungen in Personalwirtschaft, Buchhaltung oder Projektmanagement (z. B. Zertifikat PRINCE2 oder PMP) erhöhen das Gehalt auf 2.800–4.200 EUR brutto monatlich.

Aufstiegsfortbildung nach der Ausbildung

Bewerbungstipps

Die Bewerbung sollte 12 bis 18 Monate vor Ausbildungsbeginn im August oder September eingereicht werden, also spätestens bis Oktober oder November des Vorjahres. Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, aktuelles Schulzeugnis und gegebenenfalls Praktikumsbescheinigungen gehören in die Mappe. Viele Unternehmen und Behörden setzen einen IHK-Einstellungstest oder einen internen Eignungstest ein, der Rechtschreibung, Textverständnis, Grundrechenarten und logisches Denken prüft, im Vorstellungsgespräch werden zudem Fragen zur Motivation, zur Organisationsfähigkeit und zu Kenntnissen in Microsoft Office gestellt. Punkten können Bewerber mit nachgewiesenen EDV-Kenntnissen in Word und Excel, erkennbarer Sorgfalt in den Bewerbungsunterlagen, etwa durch korrekte DIN-5008-Formatierung, Praktikumserfahrung im Bürobereich sowie einem überzeugenden Auftreten am Telefon oder im ersten E-Mail-Austausch.

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Mehr Tipps: Bewerbung für die Ausbildung schreiben →

Ratgeber

Zwischen Korrespondenz und Buchhaltung bewegt sich der Arbeitsalltag von Kaufleuten für Büromanagement: Post wird bearbeitet, Rechnungen in DATEV erfasst und Kundenstammdaten im CRM-System gepflegt, dazu kommen Terminkoordination und eigenständige Auftragsbestätigungen. Die dreijährige BBiG-Ausbildung wird mit 550 bis 900 Euro vergütet, der Einstieg liegt bei rund 2.400 Euro.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Kaufmann für Büromanagement in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt als Kaufmann für Büromanagement liegt bei etwa 550–900 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.400 Euro monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement?
Die duale Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Welcher Schulabschluss ist für die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement erforderlich?
Gesetzlich vorgeschrieben ist kein bestimmter Schulabschluss. In der Praxis bevorzugen viele Betriebe Bewerber mit mittlerem Schulabschluss (Realschulabschluss), jedoch werden auch Hauptschulabsolventen mit guten Noten ausgebildet. Abiturienten und Fachabiturenten bewerben sich ebenfalls häufig für diesen Beruf.
In welchen Branchen und bei welchen Arbeitgebern kann man als Kaufmann für Büromanagement arbeiten?
Kaufleute für Büromanagement sind branchenübergreifend einsetzbar und finden Stellen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Typische Arbeitgeber sind Industrieunternehmen, Handwerksbetriebe, Versicherungen, Behörden, Anwaltskanzleien, Steuerberatungsbüros sowie Non-Profit-Organisationen. Der Beruf gehört damit zu den vielseitigsten kaufmännischen Ausbildungsberufen in Deutschland.
Welche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung sind zahlreiche Weiterbildungswege möglich, etwa zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation (IHK) oder zum Betriebswirt (IHK). Mit der Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung ist in einigen Bundesländern auch der Zugang zur Fachhochschule möglich. Darüber hinaus bieten viele Hochschulen berufsbegleitende Studiengänge in Betriebswirtschaft oder Verwaltungsmanagement an.

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