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Straßenbauermeister

Der Straßenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung und eigenverantwortlichen Führung von Straßenbauprojekten befähigt. Nach erfolgreichem Abschluss darfst du Betriebe gründen, Mitarbeiter ausbilden und komplexe Straßenbauvorhaben leiten.

Aufbauend auf: Straßenbauer

Dauer

12 Monate

oder 22 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

4.000–9.000 €

Gehalt danach

ab 4.100 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Straßenbauermeister?

Als Straßenbauermeister leitest du Baustellen und Arbeitsteams, planst und koordinierst Straßenbauprojekte und verantwortest Qualitätssicherung sowie Termineinhaltung. Du übernimmst kaufmännische Aufgaben wie Kalkulation und Personalführung, stellst Ausbildungspläne auf und bildest Lehrlinge aus.

Wo arbeitest du?

Straßenbaubetriebe, Tiefbauunternehmen, Kommunale Straßenmeistereien, Landesstraßenmeistereien, Autobahn-Gesellschaften, größere Baukonzerne mit Straßenbauabteilungen, öffentliche Auftraggeber und Bauverwaltungen

Voraussetzungen

Bestandene Gesellenprüfung im Beruf Straßenbauer und mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung nach Gesellenbrief. Alternativ kann eine vergleichbare Berufsausbildung und längere Berufserfahrung (meist mindestens fünf Jahre) angerechnet werden. Abschluss wird von der Handwerkskammer geprüft.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du erwirbst vertiefte Fachkenntnisse in Straßenkonstruktion, Vermessung, Bitumentechnik und modernen Bauverfahren. Parallel dazu erweiterst du dein Wissen in Betriebswirtschaft, Arbeitsvorbereitung, Sicherheitsmanagement, Kalkulation und rechtlichen Grundlagen des Handwerks.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Fachpraxis (Straßenbauarbeiten und Vermessung), Fachtheorie (Bautechnik, Vermessung, Maschinenkunde), Betriebswirtschaft/Recht und Berufsausbildung. Die Prüfung dauert insgesamt etwa 15-20 Tage.

Prüfungsthemen

  • Straßenbauverfahren und -konstruktion
  • Vermessungstechnik und Absteckung
  • Bitumentechnik und Asphaltherstellung
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation und Arbeitsrecht
  • Personalführung und Ausbildung
  • Sicherheit und Unfallverhütung

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du deinen eigenen Straßenbaubetrieb gründen und sind selbstständig tätig. Du erreichst Führungspositionen in größeren Bauunternehmen oder Bauverwaltungen. Mit der Meistereigenschaft erhältst du die Berechtigung, Auszubildende zu führen und auszubilden. Weitere Fortbildungen wie zum Diplom-Meister oder staatlich geprüften Techniker sind möglich.

Förderung

Die Fortbildung zum Straßenbauermeister ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig. Anspruchsberechtigte erhalten Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.

Ratgeber

Straßenbauermeister leiten Baustellen und Arbeitsteams, verantworten Kalkulation, Terminplanung und die Ausbildung von Lehrlingen. Die Meisterfortbildung nach der Handwerksordnung dauert etwa 12 Monate in Vollzeit oder 22 Monate in Teilzeit und kostet zwischen 4.000 und 9.000 Euro. Nach dem Abschluss liegen die Gehälter im Schnitt bei rund 4.100 Euro.

Häufige Fragen

Was kostet die Fortbildung zum Straßenbauermeister?
Die Lehrgangskosten liegen typischerweise zwischen 4.000 und 9.000 Euro. Die Fortbildung zum Straßenbauermeister ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig. Anspruchsberechtigte erhalten Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.
Welche Voraussetzungen muss ich für die Straßenbauermeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist in der Regel eine bestandene Gesellenprüfung im Beruf Straßenbauer sowie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung nach Erhalt des Gesellenbriefs. Alternativ kann eine vergleichbare Berufsausbildung mit einer längeren Berufspraxis von meist mindestens fünf Jahren anerkannt werden. Die genaue Zulassung prüft die zuständige Handwerkskammer.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Straßenbauermeister-Fortbildung?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten möglich, der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Das Darlehen wird bei erfolgreichem Abschluss zusätzlich um 50 Prozent erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Straßenbauermeister?
Mit dem Meistertitel kannst du einen eigenen Straßenbaubetrieb gründen und dich selbstständig machen. Alternativ qualifiziert der Abschluss für Führungspositionen als Polier, Bauleiter oder Betriebsleiter in größeren Bauunternehmen oder Bauverwaltungen. Zudem erhältst du die Ausbildereignung und darfst Lehrlinge im Betrieb offiziell ausbilden.
Kann ich mit dem Straßenbauermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt damit zum Studium an Fachhochschulen und Universitäten. Ein Abitur ist dafür nicht erforderlich. Besonders relevant sind Studiengänge im Bereich Bauingenieurwesen, Baubetrieb oder Infrastrukturmanagement.

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