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Straßenbauer

Straßenbauer errichten und sanieren Verkehrswege wie Fahrbahnen, Gehwege, Radwege, Parkplätze und Plätze. Der Beruf verbindet körperliche Arbeit im Freien mit dem Einsatz schwerer Maschinen und präzisen handwerklichen Techniken. Er eignet sich für Menschen, die gerne draußen arbeiten, ein Interesse an Bau- und Tiefbautechnik haben und keine Scheu vor körperlicher Belastung sowie Witterungseinflüssen mitbringen.

ℹ️ Für diesen Beruf gilt seit dem 1.8.2026 eine neu geordnete Ausbildung — einzelne Angaben auf dieser Seite werden gerade aktualisiert.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Azubi-Gehalt

650–950 €

pro Monat

Einstiegsgehalt

ab 2.200 €

nach der Ausbildung

Prüfung

IHK-Abschluss

Was machst du als Straßenbauer?

Der Arbeitsalltag eines Straßenbauers spielt sich überwiegend auf Baustellen im Freien ab – auf Straßen, Kreuzungen, Radwegen oder Betriebsgeländen. Morgens beginnt die Schicht mit der Vorbereitung der Baustelle: Absperrungen und Verkehrssicherungsmaßnahmen werden aufgestellt, Maschinen wie Baggern, Walzen, Asphaltfertigern und Verdichtungsgeräten werden gewartet und eingewiesen. Anschließend erfolgen Erdarbeiten mit dem Hydraulikbagger sowie das Einbauen von Unterbau- und Tragschichten aus Schotter oder Kies. Nachmittags wird häufig Asphalt mit dem Asphaltfertiger eingebaut und mithilfe von Tandemwalzen oder Gummiradwalzen verdichtet. Weitere typische Aufgaben sind das Verlegen von Bordsteinen und Pflastersteinen mit Ausricht- und Nivelierlaser sowie das Herstellen von Entwässerungsrinnen und das Einbauen von Straßenabläufen. Enge Zusammenarbeit besteht mit Polieren, Bauleitern, Maschinenführern sowie Mitarbeitern von Versorgungsunternehmen, die parallel Leitungen verlegen. Auch Winterdienst und Straßenunterhaltungsarbeiten gehören zum Aufgabenspektrum.

Wo arbeitest du?

Straßenbauer arbeiten überwiegend in kleinen und mittelständischen Tiefbau- und Straßenbauunternehmen sowie bei großen Baukonzernen wie STRABAG, HOCHTIEF, Eurovia oder Berger Bau. Daneben sind kommunale Bauhöfe und Stadtwerke mögliche Arbeitgeber. Der Beruf ist dem Handwerk zugeordnet (HwK), wird aber auch in Industriebetrieben des Baugewerbes ausgeübt. In Deutschland herrscht erheblicher Fachkräftemangel, insbesondere in Ballungsräumen und beim qualifizierten Maschinenführernachwuchs.

Voraussetzungen

Der Hauptschulabschluss reicht als Minimum, ein Realschulabschluss ist für das Verständnis technischer Zeichnungen und Berechnungen von Vorteil. Mathematik für Flächen- und Volumenberechnungen, Physik zu Verdichtung und Kräften sowie Werken beziehungsweise Technik zählen zu den wichtigen Schulfächern. Körperliche Belastbarkeit und Witterungsresistenz sind unverzichtbar, da die Arbeit ganzjährig im Freien stattfindet. Handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit zählen ebenso dazu wie Interesse an Maschinen und Fahrzeugen sowie ein Gefühl für Präzision beim Nivellieren und Verlegen von Belägen.

Was lernst du in der Ausbildung?

Im ersten Lehrjahr stehen Grundlagen des Tiefbaus im Mittelpunkt: Arbeitssicherheit auf Baustellen, Vermessungsgrundlagen mit Nivelliergerät und Theodolit, Einbauen von Bettungs- und Tragschichten sowie grundlegende Bedienung von Kleingeräten wie Rüttelplatte und Verdichtungswalze. Außerdem werden Kenntnisse zu Baustoffen wie Asphalt, Beton, Schotter und Pflastermaterialien vermittelt. Im zweiten Lehrjahr vertiefen Auszubildende Asphaltarbeiten (Heißasphalt, Kaltasphalt), Pflasterarbeiten mit Naturstein und Betonstein sowie den Einbau von Bord- und Rinnensteinen. Dazu kommen Entwässerungstechniken und Erdarbeiten mit größeren Maschinen. Im dritten Lehrjahr folgen Spezialkenntnisse in Oberbaukonstruktionen, Qualitätsprüfungen (Verdichtungsgrad, Ebenheitsmessung), Kalkulation einfacher Bauleistungen und Arbeitsvorbereitung. Im Vergleich zu Tiefbaufacharbeitern liegt der Fokus klar auf Verkehrsflächen statt auf Kanal- oder Rohrleitungsbau.

StraßenbautechnikBaumaschinentechnikVermessung und BauplanungArbeitsschutz und VerkehrssicherungBetriebswirtschaft und Kalkulation

IHK-Prüfung & Abschluss

Die Abschlussprüfung im Straßenbau ist als gestreckte Abschlussprüfung angelegt. Teil 1, die Zwischenprüfung, findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt, meist im Januar oder Februar, mit einer sechsstündigen praktischen Arbeitsaufgabe, etwa Pflasterarbeiten oder dem Einbau von Bord- und Rinnensteinen, sowie einer 120-minütigen schriftlichen Prüfung zu technologischen Grundlagen; er fließt mit 40 Prozent in die Gesamtnote ein. Teil 2 folgt im dritten Lehrjahr, meist im April oder Mai, mit einer siebenstündigen praktischen Arbeitsaufgabe wie dem Einbau einer Asphaltdecke oder einer Entwässerungsanlage, einem 15-minütigen Fachgespräch sowie den schriftlichen Prüfungen Straßenbauarbeiten (120 Minuten) und Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten); Teil 2 ist mit 60 Prozent gewichtet. Zum Bestehen müssen alle Prüfungsbereiche mindestens 50 Punkte erreichen, kein Bereich darf ungenügend ausfallen.

Prüfungsthemen

  • Vorbereitung und Durchführung von Straßenbaumaßnahmen
  • Herstellung von Unterbauten und Tragschichten
  • Verlegen von Asphaltbelägen
  • Einbau und Verdichtung von Baustoffen
  • Qualitätskontrolle und Arbeitssicherheit

Karriere nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Straßenbauer den Vorarbeiter-Lehrgang oder den Straßenbau-Meister (HwK/IHK) absolvieren und damit in die Polier- oder Bauleiterposition aufsteigen. Ein weiterer Weg führt über den staatlich geprüften Bautechniker (Fachschule, 2 Jahre) zur Projektplanung. Mit Abitur oder Fachhochschulreife ist ein Studium zum Bachelor of Engineering Bauingenieurwesen möglich. Nach 5–10 Jahren Berufserfahrung sind Positionen als Polier (ca. 3.200–3.800 €/Monat), Bauleiter (ca. 4.000–5.500 €/Monat) oder Niederlassungsleiter in Straßenbauunternehmen erreichbar. Spezialisierungen bestehen in den Bereichen Asphalt-, Pflaster- oder Markierungstechnik.

Aufstiegsfortbildung nach der Ausbildung

Bewerbungstipps

Bewerbungen sollten idealerweise 12 bis 18 Monate vor dem geplanten Ausbildungsstart, also ab Herbst des vorangehenden Jahres, eingereicht werden. Die Mappe sollte ein Anschreiben mit Bezug auf konkrete Tätigkeiten im Straßenbau, einen tabellarischen Lebenslauf sowie Kopien der letzten Zeugnisse enthalten, ein Praktikumszeugnis aus dem Tiefbau oder Garten- und Landschaftsbau ist ein deutlicher Pluspunkt. Im Vorstellungsgespräch fragen Ausbilder nach handwerklicher Erfahrung, Motivation für Außenarbeit und körperlicher Fitness, technische Eignungstests mit Grundrechenarten und Flächenberechnungen können vorkommen. Wer zeigt, dass er mit Maschinen und Fahrzeugen umgehen kann, einen Führerschein anstrebt und teamorientiert arbeitet, überzeugt besonders.

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Ratgeber

Straßenbauer bauen Fahrbahnen, Rad- und Gehwege: Sie verlegen Trag- und Unterbauschichten, bedienen Asphaltfertiger und verdichten mit Walzen, setzen Bordsteine und stellen Entwässerungsrinnen her. Auch Winterdienst zählt zu den Aufgaben. Die dreijährige Ausbildung nach BBiG wird mit 650 bis 950 Euro vergütet, der Einstieg danach liegt bei rund 2.200 Euro.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Straßenbauer in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt als Straßenbauer liegt bei etwa 650–950 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.200 Euro monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Straßenbauer?
Die duale Ausbildung zum Straßenbauer dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Gibt es beim Straßenbauer verschiedene Spezialisierungen oder Fachrichtungen?
Der Ausbildungsberuf Straßenbauer umfasst keine formalen Fachrichtungen, jedoch können sich Fachkräfte im Berufsalltag auf bestimmte Bereiche konzentrieren, etwa Asphaltbau, Pflasterarbeiten oder den Bau von Radwegen und Gehwegen. Viele Betriebe haben zudem Schwerpunkte im Tief- oder Straßenbau, sodass praktische Spezialisierungen entstehen.
Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung zum Straßenbauer benötigt?
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen viele Ausbildungsbetriebe Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss ein. Grundlegende Kenntnisse in Mathematik und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sind von Vorteil.
In welchen Branchen und bei welchen Arbeitgebern arbeiten Straßenbauer?
Straßenbauer sind hauptsächlich in Bauunternehmen tätig, die auf Straßen-, Tief- und Ingenieurbau spezialisiert sind. Auch kommunale Bauhöfe, städtische Betriebe sowie öffentliche Auftraggeber beschäftigen Straßenbauer. Die Branche ist stark von öffentlichen Infrastrukturprojekten abhängig und gilt als vergleichsweise konjunkturstabil.
Welche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung zum Straßenbauer?
Nach der Ausbildung kann man sich zum Vorarbeiter, Polier oder Straßenbaumeister weiterqualifizieren. Mit dem Meisterabschluss ist auch die Aufnahme eines Studiums, etwa im Bauingenieurwesen, an vielen Hochschulen möglich. Darüber hinaus bieten Fachschulen Weiterbildungen zum Bautechniker an.

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