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Augenoptikermeister

Der Augenoptikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Augenoptiker zur Übernahme von Führungs- und Managementaufgaben sowie zur Selbstständigkeit befähigt. Die Fortbildung vermittelt betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche Kompetenzen für die eigenverantwortliche Leitung eines Optikerbetriebs.

Aufbauend auf: Augenoptiker

Dauer

12 Monate

oder 30 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

10.000–15.900 €

Gehalt danach

ab 3.480 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Augenoptikermeister?

Als Augenoptikermeister leitest du deinen eigenen Betrieb oder übernimmst Führungsaufgaben in etablierten Optikbetrieben. Du bist verantwortlich für die Betriebsorganisation, Qualitätskontrolle, Personalführung und Ausbildung von Lehrlingen. Du beratst Kunden fachlich kompetent bei der Auswahl von Sehhilfen und managst alle betrieblichen Prozesse.

Wo arbeitest du?

Unabhängige Augenoptiker-Einzelbetriebe, Optik-Filialunternehmen (z.B. Fielmann, Apollo, Krys), Optik-Abteilungen bei Supermärkte/Drogerien, Universitätsaugenkliniken und Sehhilfenhersteller, Selbstständigkeit als Betriebsgründer

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung zum Augenoptiker und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der Augenoptik (je nach Bundesland können geringfügige Abweichungen gelten). Alternativ kann eine vergleichbare Ausbildung in der Optometrie anerkannt werden. Hauptschulabschluss oder vergleichbare Schulbildung ist erforderlich.

Was lernst du in der Fortbildung?

Die Fortbildung umfasst Geschäftsbetriebslehre, Rechnungswesen und Betriebsplanung, Arbeitsrecht und Personalwirtschaft sowie vertieftes Fachwissen in Optometrie, Brillenglastechnologie und Kontaktlinsenkunde. Du erwirbst umfassende Kenntnisse zu innovativen Messmethoden, speziellen Sehhilfen und moderner Augenoptik-Technologie sowie Unternehmensführung.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Prüfungsteilen: Teil I (Fachpraxis), Teil II (Fachtheorie), Teil III (Betriebswirtschaft/Recht) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik). Die Prüfung kann modular absolviert werden.

Prüfungsthemen

  • Optometrie, Brillenglastechnologie und Kontaktlinsenkunde
  • Mess- und Prüfverfahren bei Sehfehlern und Sehhilfen
  • Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Betriebsplanung
  • Arbeitsrecht, Personalmanagement und Unternehmensführung

Karriere nach der Fortbildung

Nach dem Abschluss kannst du dich selbstständig machen und deinen eigenen Optikermeisterbetrieb gründen oder als Filialleiter bzw. Betriebsleiter in bestehenden Optikbetrieben aufsteigen. Du erhältst automatisch die Ausbilderlizenz und darfst Lehrlinge ausbilden. Weitere Perspektiven bieten sich in Management-Positionen bei größeren Optikketten oder in der Herstellung von Sehhilfen.

Förderung

Die Fortbildung ist grundsätzlich förderungsfähig nach dem Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG). Bei bestandener Prüfung kann ein zinsloses Darlehen sowie ein Zuschuss bis 50 Prozent der Kursgebühren gewährt werden.

Ratgeber

Der Augenoptikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 10.000 bis 15.900 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Augenoptikermeister durchschnittlich zwischen 3.480 und 5.020 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Augenoptikermeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Augenoptiker sowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der Augenoptik. Alternativ kann eine vergleichbare Ausbildung in der Optometrie anerkannt werden. Je nach Bundesland können geringfügige Abweichungen bei den Zulassungsvoraussetzungen gelten. Ein Hauptschulabschluss oder eine vergleichbare Schulbildung wird ebenfalls vorausgesetzt.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Augenoptikermeister-Fortbildung?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten möglich, der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Das Darlehen wird bei bestandener Prüfung zusätzlich um 50 Prozent erlassen. Die Förderung ist einkommensabhängig und kann unabhängig vom Alter beantragt werden.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Augenoptikermeister?
Mit dem Meistertitel kannst du einen eigenen Augenoptikerbetrieb selbstständig gründen und führen oder als Filial- bzw. Betriebsleiter in bestehenden Optikbetrieben aufsteigen. Der Abschluss berechtigt automatisch zur Ausbildung von Lehrlingen gemäß der Handwerksordnung. Darüber hinaus bieten sich Perspektiven in Industrie und Handel, etwa in beratenden oder leitenden Funktionen bei Herstellern von Sehhilfen und optischen Geräten.
Kann ich mit dem Augenoptikermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss ist in Deutschland einem Abitur gleichgestellt und berechtigt bundesweit zum Studium an Hochschulen und Universitäten. Du kannst damit ohne zusätzliche Hochschulzugangsprüfung ein fachnahes oder fachfremdes Studium aufnehmen, etwa Augenoptik/Optometrie, Betriebswirtschaft oder Medizintechnik. Einige Hochschulen rechnen dabei Inhalte der Meisterausbildung auf das Studium an, was die Regelstudienzeit verkürzen kann.