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MeisterHandwerk & BauHwO

Ofen- und Luftheizungsbauermeister

Der Ofen- und Luftheizungsbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Fachleute befähigt, Betriebe im Ofen- und Luftheizungsbau zu leiten und auszubilden. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Meisterberechtigung und können sich selbstständig machen oder Führungspositionen übernehmen.

Aufbauend auf: Ofen- und Luftheizungsbauer

Dauer

5 Monate

oder 13 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

10.200–16.400 €

Gehalt danach

ab 3.200 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Ofen- und Luftheizungsbauermeister?

Als Ofen- und Luftheizungsbauermeister leiten Sie Baustellen und Fachteams, planen und kalkulieren Projekte, überwachen die Qualitätssicherung und verantworten die handwerkliche Ausführung von Ofen-, Kachelofen- und Luftheizungsanlagen. Sie dürfen Auszubildende ausbilden und können einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und führen.

Wo arbeitest du?

Handwerksbetriebe des Ofen- und Luftheizungsbaus, spezialisierte Betriebe für Kachelofen- und Kaminbau, Betriebe im Bereich Heizungs- und Klimatechnik, Fachbetriebe für Modernisierung und Sanierung von Heizanlagen, sowie Betriebe mit Ausbildungsfunktion in der Branche

Voraussetzungen

Erforderlich ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Ofen- und Luftheizungsbau oder einem verwandten Beruf sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einer relevanten Tätigkeit. Alternativ wird umfangreiche Berufserfahrung (typischerweise 5+ Jahre) ohne formale Ausbildung anerkannt. Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Handwerkskammer.

Was lernst du in der Fortbildung?

Die Fortbildung vermittelt spezialisierte Kenntnisse in der Planung, Konstruktion und Herstellung von Öfen und Luftheizungsanlagen, einschließlich Mauerwerk, Verrohrung und regelungstechnischer Aspekte. Sie erwerben Fachwissen in Materialkunde, Energieeffizienz, Arbeitssicherheit und modernen Heiztechnologien sowie kaufmännische und pädagogische Kompetenzen für Betriebsführung und Ausbildung.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Prüfungsteil I (Fachpraxis), Prüfungsteil II (Fachtheorie), Prüfungsteil III (Betriebswirtschaft, Betriebsführung) und Prüfungsteil IV (Berufsausbildung und Arbeitspädagogik). Die Prüfung wird vor der zuständigen Handwerkskammer (HWK) abgelegt.

Prüfungsthemen

  • Planung und Konstruktion von Öfen und Luftheizungsanlagen
  • Materialien, Brennstoffe und Energieeffizienz
  • Mauerwerk, Verrohrung und regelungstechnische Systeme
  • Arbeitssicherheit, Qualitätssicherung und fachgerechte Ausführung
  • Betriebswirtschaft und Kalkulation
  • Ausbildungspädagogik und Mitarbeiterführung

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss können Sie einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und sind unternehmerisch tätig. Als angestellter Meister übernehmen Sie Positionen als Betriebsleiter, Schichtleiter oder Projektmanager in größeren Betrieben. Sie erhalten die Ausbildungsberechtigung und können Fachkräfte ausbilden. Die Meisterqualifikation ist Basis für weitere Aufstiegsfortbildungen oder ein Studium.

Förderung

Die Fortbildung ist förderfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Sie können Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) beantragen, das bis zu 75% der Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren abdeckt, zuzüglich monatlicher Lebenshaltungszuschüsse.

Ratgeber

Der Ofen- und Luftheizungsbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 5 Monate, in Teilzeit rund 13 Monate; die Lehrgangskosten liegen zwischen 10.200 und 16.400 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Ofen- und Luftheizungsbauermeister durchschnittlich zwischen 3.200 und 5.500 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Meisterprüfung im Ofen- und Luftheizungsbau erfüllen?
In der Regel ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im Ofen- und Luftheizungsbau oder einem verwandten Handwerksberuf sowie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung erforderlich. Alternativ kann langjährige praktische Berufserfahrung von typischerweise fünf oder mehr Jahren ohne formale Ausbildung als Zulassungsvoraussetzung anerkannt werden. Die genauen Zulassungsbedingungen legen die zuständigen Handwerkskammern fest.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Meisterausbildung im Ofen- und Luftheizungsbau?
Die Lehrgangskosten können über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei werden bis zu 15.000 Euro der Lehrgangs- und Prüfungskosten bezuschusst, wovon 50 Prozent als Zuschuss nicht zurückgezahlt werden müssen; der Rest ist ein zinsgünstiges Darlehen. Zusätzlich besteht bei bestandener Prüfung ein Darlehenserlass von 50 Prozent auf den noch offenen Restbetrag.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss als Ofen- und Luftheizungsbauermeister?
Mit dem Meisterbrief können Sie einen eigenen Handwerksbetrieb im zulassungspflichtigen Ofen- und Luftheizungsbauhandwerk selbstständig führen. Als angestellter Meister qualifizieren Sie sich für leitende Positionen wie Betriebsleiter, Projektmanager oder Schichtleiter in größeren Unternehmen. Darüber hinaus erhalten Sie die gesetzliche Ausbildungsberechtigung und können Auszubildende in Ihrem Fachbereich ausbilden.
Kann ich mit dem Ofen- und Luftheizungsbauermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt damit zum Studium an Universitäten und Hochschulen, ohne dass ein Abitur erforderlich ist. Besonders relevant sind Studiengänge in den Bereichen Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Energietechnik oder Betriebswirtschaft. Einige Hochschulen bieten zudem berufsbegleitende Studiengänge an, die speziell auf Meisterabsolventen zugeschnitten sind.