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MeisterHandwerk & BauHwO

Konditormeister

Der Konditormeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute befähigt, Konditorei-Betriebe zu leiten und auszubilden. Mit diesem Abschluss erwerben Sie die erforderliche Berechtigung zur Gründung eines eigenen Unternehmens und zur Ausbildung von Lehrlingen in der Konditorei.

Aufbauend auf: Konditor

Dauer

6 Monate

oder 15 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

6.450–8.000 €

Gehalt danach

ab 2.640 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Konditormeister?

Als Konditormeister leiten Sie einen Konditorei-Betrieb, planen Produktion und Personal, entwickeln innovative Rezepturen und Produkte, gewährleisten Qualitätsstandards und Hygiene, verhandeln mit Lieferanten und Kunden, bilden Lehrlinge aus und vertreten den Betrieb nach außen. Sie sind verantwortlich für die Wirtschaftlichkeit und den Erfolg des Unternehmens.

Wo arbeitest du?

Handwerkliche Konditorei-Betriebe, industrielle Backwarenherstellung mit Konditor-Abteilung, Hotel- und Gastronomie-Betriebe mit eigener Konditorei, Cafés und Backshops, Bio- und Feinkost-Betriebe, Catering-Unternehmen, eigene Konditorei-Gründungen, Bäckereien mit Konditor-Sortiment.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung zum Konditor, mindestens 3 Jahre einschlägige Berufspraxis nach der Ausbildung (kann teilweise durch einschlägige kaufmännische oder technische Vorbildung verkürzt werden), Erste-Hilfe-Kurs, Deutschkenntnisse auf Niveau B1.

Was lernst du in der Fortbildung?

Sie erwerben vertiefte Kenntnisse in Herstellung von Feinbackwaren, Torten, Pralinen, Marzipan und speziellen Konditor-Produkten, lernen Betriebsorganisation, Personalführung und kaufmännische Grundlagen, beschäftigen sich mit lebensmittelrechtlichen Vorschriften und Hygiene sowie mit modernen Technologien und Produktinnovationen in der Konditorei.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Prüfungsteilen: Teil I (Praktische Meisterprüfung - Anfertigung von Konditor-Produkten), Teil II (Theoretische Meisterprüfung - Fachtheorie), Teil III (Betriebswirtschaft, Betriebsorganisation und Recht) und Teil IV (Berufsausbildereignung). Alle Teile müssen bestanden werden.

Prüfungsthemen

  • Herstellung von Feinbackwaren, Torten und Gebäck
  • Herstellung von Schokoladen-Spezialitäten und Pralinen
  • Arbeitsvorbereitung, Produktkalkulation und Betriebsführung
  • Lebensmittelrecht, Hygiene und Qualitätssicherung
  • Personalführung und Ausbildung
  • Innovationen und neue Produktentwicklung

Karriere nach der Fortbildung

Selbstständigkeit und Gründung einer eigenen Konditorei, Betriebsleiter oder Betriebsleiterin in größeren Konditorei-Betrieben oder in der Industrie, Ausbilderberechtigung für Lehrlinge, Positionen in Hoflieferanten-Betrieben oder gehobenen Hotels und Restaurants, Spezialisierung auf artisanale oder biologische Konditorprodukte, Aufstieg zum Fachwirt (Wirtschaft) oder weiterer Qualifikationen.

Förderung

Der Abschluss Konditormeister ist förderungsfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Sie können Aufstiegs-BAföG ("Meister-BAföG") mit bis zu 75% der Lehrgangskosten und bei bestandener Prüfung 50% des Meister-Bonus erhalten.

Ratgeber

Der Konditormeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 6 Monate, in Teilzeit rund 15 Monate; die Lehrgangskosten liegen zwischen 6.450 und 8.000 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Konditormeister durchschnittlich zwischen 2.640 und 3.400 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Konditormeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Konditor sowie mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis nach der Ausbildung. Diese Frist kann durch kaufmännische oder technische Vorbildung verkürzt werden. Zusätzlich werden ein Erste-Hilfe-Kurs und Deutschkenntnisse auf mindestens B1-Niveau verlangt.
Gibt es finanzielle Förderung für die Konditormeister-Fortbildung?
Ja, die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAfoeG (früher Meister-BAfoeG) gefördert werden. Dabei werden bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten als Zuschuss gewährt, der Rest kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Seit 2020 gilt die Förderung unabhängig von Alter und Beschäftigungsstatus.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Konditormeister-Abschluss?
Mit dem Konditormeister-Abschluss kann man eine eigene Konditorei selbstständig gründen oder als Betriebsleiter in größeren Konditoreien, der Lebensmittelindustrie sowie in gehobenen Hotels und Restaurants tätig werden. Darüber hinaus berechtigt der Abschluss zur Ausbildung von Lehrlingen. Auch Positionen bei Hoflieferanten-Betrieben oder eine Spezialisierung auf artisanales Konditorhandwerk sind möglich.
Kann man mit dem Konditormeister-Abschluss studieren?
Ja, der Konditormeister-Abschluss verleiht in Deutschland eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Damit kann man an Fachhochschulen und in vielen Bundesländern auch an Universitäten studieren, ohne ein klassisches Abitur zu benötigen. Besonders relevant sind Studiengänge wie Lebensmitteltechnologie, Betriebswirtschaft oder Fooddesign.