Der Boots- und Schiffbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Boots- und Schiffbau. Sie befähigt zur Führung eines Betriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Gründung eines eigenen Unternehmens im Boots- und Schiffbau.
Dauer
12 Monate
oder 30 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
3.500–6.500 €
Gehalt danach
ab 3.771 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Boots- und Schiffbauermeister leitest du Bauprojekte von Booten und Schiffen, planst Konstruktionen und Fertigungsprozesse, koordinierst Fachkräfte und garantierst Qualitätsstandards. Du bist verantwortlich für Betriebsorganisation, Kundenbeziehungen und die Ausbildung von Lehrlingen. Gleichzeitig behältst du die wirtschaftliche Rentabilität und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften im Auge.
Bootsbauwerften, Schiffbauunternehmen, Reparatur- und Umbaubetriebe für Boote und Schiffe, Yachtbaubetriebe, Werftunternehmen, Hafenverwaltungen sowie Selbstständigkeit als Meisterbetriebsgründer.
Abgeschlossene Ausbildung als Boots- und Schiffbauer oder anerkannter Beruf im Bootsbau mit mindestens drei Jahren einschlägiger Berufspraxis (davon mindestens zwei Jahre in Führungs- oder verantwortlicher Funktion). Alternativ genügen fünf Jahre Berufserfahrung ohne formale Ausbildung, sofern die notwendigen Fähigkeiten nachgewiesen werden.
Du erwirbst vertiefte Kenntnisse in Boots- und Schiffbaukonstruktion, Materialwissenschaften und modernen Bautechniken. Die Fortbildung vermittelt dir Fähigkeiten in Betriebswirtschaft, Personalführung, Kalkulation und Qualitätsmanagementsysteme. Zudem lernst du rechtliche Rahmenbedingungen und Arbeitssicherheit im Bootsbauwesen.
Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Praktische Meisterarbeit (Boots-/Schiffbauprojekt), Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik. Die Prüfung dauert mehrere Monate.
Prüfungsthemen
Nach Abschluss kannst du einen Bootsbaubetrieb gründen und führen, dich selbstständig machen oder eine Betriebsleitungsposition in etablierten Bootsbauwerften einnehmen. Die Meisterqualifikation berechtigt dich zur Ausbildung von Lehrlingen und eröffnet Aufstiegsmöglichkeiten in Projektmanagement, Betriebsleitung und technische Geschäftsführung.
Die Fortbildung ist für Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) förderfähig. Der Staat bezuschusst bis zu 50 % der Lehrgangskosten sowie Prüfungsgebühren.
Ratgeber
Der Boots- und Schiffbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate; die Lehrgangskosten liegen bei 3.500 bis 6.500 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Boots- und Schiffbauermeister durchschnittlich zwischen 3.771 und 4.200 Euro brutto monatlich.
Elektromaschinenbauermeister
Der Elektromaschinenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Elektromaschinenbauer zur Übernahme von Führungsaufgaben und zur Selbstständigkeit qualifiziert. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Berechtigung, einen Betrieb zu gründen, zu leiten und Auszubildende auszubilden.
Straßenbauermeister
Der Straßenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung und eigenverantwortlichen Führung von Straßenbauprojekten befähigt. Nach erfolgreichem Abschluss darfst du Betriebe gründen, Mitarbeiter ausbilden und komplexe Straßenbauvorhaben leiten.
Friseurmeister
Der Friseurmeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Friseure zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und Unternehmertätigkeit befähigt. Nach bestandener Meisterprüfung darfst du einen Friseurbetrieb gründen und leiten sowie Auszubildende ausbilden.
Orgel- und Harmoniumbauermeister
Der Orgel- und Harmoniumbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit in diesem spezialisierten Handwerk.