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Maurer- und Betonbauermeister

Der Maurer- und Betonbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung des Handwerks, die Fachkräfte befähigt, Leitungs- und Führungsaufgaben im Maurerhandwerk und Betonbau zu übernehmen. Mit diesem Abschluss können Absolventen eigenverantwortlich Bauprojekte leiten, einen Handwerksbetrieb gründen und ausbilden.

Aufbauend auf: Maurer

Dauer

9 Monate

oder 18 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

8.000–9.750 €

Gehalt danach

ab 4.200 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Maurer- und Betonbauermeister?

Als Maurer- und Betonbauermeister leitest du Baustellen, koordinierst Arbeitsteams und stellst Qualität sowie Einhaltung von Terminen und Budgets sicher. Du planst Bauabläufe, wählst Materialien und Verfahren aus und trägst Verantwortung für Arbeitssicherheit und Einhaltung von Bauvorschriften. Bei eigener Betriebsgründung führst du den Handwerksbetrieb kaufmännisch und fachlich.

Wo arbeitest du?

Maurerbetriebe, Betonbauunternehmen, Fertighausunternehmen, Fassadenbauer, Generalunternehmen im Hochbau, Sanierungsbetriebe, Tunnelbauunternehmen sowie eigene Betriebsgründung als Handwerksmeister oder Bauleiter in Planungs- und Bauleitung

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung als Maurer oder Betonbauer und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in einem Betrieb des Maurerhandwerks oder Betonbaus. Alternativ wird eine andere abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens 6 Jahren Berufserfahrung akzeptiert. Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Handwerkskammer.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du vertiefst dein Wissen in Bautechnik, Tragwerksplanung und Bauphysik sowie in speziellen Verfahren des Maurerhandwerks und Betonbaus. Die Fortbildung vermittelt umfassende Kenntnisse in Bauleitung, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung und Personalführung. Daneben behandelt sie kaufmännische Grundlagen, rechtliche Aspekte und berufspädagogische Inhalte für die Ausbildertätigkeit.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Prüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Prüfung der fachlichen Leistung (Fachpraxis und Fachtheorie), Prüfung der betriebswirtschaftlichen Leistung, Prüfung der Leistung zum Erwerben der Ausbildereignung (nach AEVO) sowie eine schriftliche Prüfung zu allgemeinen beruflichen Inhalten.

Prüfungsthemen

  • Bautechnische Planung und Konstruktionen (Tragwerke, Verbindungstechniken, Spezialverfahren)
  • Bauphysik, Feuchte- und Wärmeschutz, Schallschutz
  • Betriebsführung und Betriebswirtschaft (Kalkulation, Angebotserstellung, Controlling)
  • Personalmanagement und Personalentwicklung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Ausbildungspädagogik (AEVO-Inhalte)

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du als Polier oder Bauleiter in größeren Betrieben Führungsverantwortung übernehmen oder deinen eigenen Handwerksbetrieb gründen und selbstständig arbeiten. Die Meisterbefähigung berechtigt dich zur Ausbildung von Lehrlingen und zum Eintrag in die Handwerksrolle. Mit zusätzlichen Fortbildungen sind Positionen im Projektmanagement oder in der Betriebsleitung erreichbar.

Förderung

Absolventen können Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) beantragen, das einen Zuschuss zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltsleistungen gewährt. Die genaue Förderfähigkeit ist mit der zuständigen BAföG-Behörde zu klären.

Ratgeber

In der Rolle als Maurer- und Betonbauermeister leitest du Baustellen, koordinierst Arbeitsteams und verantwortest Termine, Budgets sowie die Einhaltung von Bauvorschriften. Die Fortbildung nach HwO dauert in Vollzeit rund 9, in Teilzeit etwa 18 Monate und kostet zwischen 8.000 und 9.750 Euro. Das Gehalt danach liegt bei rund 4.200 Euro monatlich.

Häufige Fragen

Was kostet die Fortbildung zum Maurer- und Betonbauermeister?
Die Lehrgangskosten liegen typischerweise zwischen 8.000 und 9.750 Euro. Absolventen können Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) beantragen, das einen Zuschuss zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltsleistungen gewährt. Die genaue Förderfähigkeit ist mit der zuständigen BAföG-Behörde zu klären.
Welche Voraussetzungen muss ich für die Maurer- und Betonbauermeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung als Maurer oder Betonbauer sowie mindestens 3 Jahre Berufserfahrung im Maurerhandwerk oder Betonbau. Alternativ kann auch eine andere abgeschlossene Berufsausbildung mit mindestens 6 Jahren einschlägiger Berufserfahrung anerkannt werden. Die Zulassung zur Prüfung erfolgt über die zuständige Handwerkskammer.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Meisterfortbildung im Maurer- und Betonbauerhandwerk?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind bis zu 15.000 Euro Maßnahmenbeitrag förderbar, von denen 50 Prozent als Zuschuss und der Rest als zinsgünstiges Darlehen gewährt werden. Bei erfolgreichem Abschluss werden zudem 50 Prozent des verbleibenden Darlehens erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Maurer- und Betonbauermeister?
Mit dem Meistertitel kannst du als Polier oder Bauleiter Führungsverantwortung in größeren Baubetrieben übernehmen oder einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und dich in die Handwerksrolle eintragen lassen. Die Meisterbefähigung berechtigt außerdem zur eigenverantwortlichen Ausbildung von Lehrlingen. Darüber hinaus sind Positionen im Qualitätsmanagement oder in der technischen Projektleitung möglich.
Kann ich mit dem Maurer- und Betonbauermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss im Handwerk gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und ist einem Abitur formal gleichgestellt. Damit kann ohne zusätzliche Aufnahmeprüfung ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität aufgenommen werden, etwa in den Bereichen Bauingenieurwesen oder Architektur. Einige Hochschulen bieten zudem spezielle Studiengänge und Anrechnungsmodelle für Meisterabsolventen an.