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Maurer

Maurer errichten Mauerwerk aus Ziegeln, Kalksandsteinen, Porenbetonsteinen und Betonfertigteilen und sind damit tragende Kraft im Rohbau. Der Beruf vereint handwerkliches Geschick mit technischem Verständnis für statische Zusammenhänge, Baustoffe und Planlesekunde. Er eignet sich für körperlich belastbare Menschen, die gerne im Freien arbeiten und sichtbare Ergebnisse ihrer Arbeit schätzen.

ℹ️ Für diesen Beruf gilt seit dem 1.8.2026 eine neu geordnete Ausbildung — einzelne Angaben auf dieser Seite werden gerade aktualisiert.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Azubi-Gehalt

800–1.100 €

pro Monat

Einstiegsgehalt

ab 2.800 €

nach der Ausbildung

Prüfung

IHK-Abschluss

Was machst du als Maurer?

Der Arbeitsalltag beginnt morgens auf der Baustelle mit der Lageprüfung des Bauvorhabens anhand von Grundrissplänen und Schnittzeichnungen. Maurer messen mit Messband, Nivellierlaser und Wasserwaage die Absteckmaße, bereiten den Mörtel in der Zwangsmischmaschine vor und setzen das erste Mauerwerk lagegenau. Zu den Kerntätigkeiten gehört das Mauern von Außen- und Innenwänden im Verband (z. B. Kreuzverband, Läuferverband) mit Kalkzementmörtel oder Dünnbettmörtel, das Einsetzen von Fensterstürzen aus Stahlbeton sowie das Einbauen von Rollladenkästen und Fensterrahmen. Nachmittags stehen häufig Betonierarbeiten an: Schalungsaufbau mit Systemschalung (z. B. Doka oder Peri), Einbau der Bewehrung nach Bewehrungsplan und Betonieren von Deckenplatten oder Unterzügen. Maurer arbeiten eng mit Polieren, Bauführern, Zimmerleuten und Bauleitern zusammen. Sicherheitsausrüstung wie Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und Schutzbrille sind tägliche Pflicht. Regelmäßig werden auch Abbrucharbeiten mit Abbruchhammer und Flex sowie Putz- und Verputzarbeiten durchgeführt.

Wo arbeitest du?

Maurer arbeiten überwiegend in kleinen und mittelständischen Bauunternehmen des Hochbaus sowie in großen Baukonzernen wie Strabag, Hochtief, Züblin oder Goldbeck. Daneben beschäftigen Sanierungsfirmen, Denkmalpflegebetriebe und Fertighaushersteller ausgebildete Maurer. Der Beruf ist klassisch handwerklich geprägt. In Deutschland herrscht ein deutlicher Fachkräftemangel im Bauhandwerk; qualifizierte Maurer finden bundesweit schnell Stellen.

Voraussetzungen

Ein guter Hauptschulabschluss wird erwartet, da die Ausbildung viel technische Mathematik für Flächen-, Volumen- und Mörtelmengenberechnung, Bautechnik und das Lesen von Plänen erfordert. Besonders wichtig sind gute Noten in Mathematik, Physik und Werken beziehungsweise Technik. Körperlich belastbar und schwindelfrei sollte man sein, da auf Gerüsten und in Baugruben gearbeitet wird. Sorgfalt beim Einmessen, räumliches Vorstellungsvermögen und Teamfähigkeit sind unerlässlich. Ein Grundinteresse an Bautechnik und handwerklicher Präzision sowie die Bereitschaft zu wechselnden Außeneinsätzen bei jedem Wetter runden das Profil ab.

Was lernst du in der Ausbildung?

Im ersten Lehrjahr erwerben Auszubildende die handwerklichen Grundlagen: sicheres Umgehen mit Handwerkzeugen wie Maurerkelle, Richtscheit, Wasserwaage und Glättkelle, das Anmischen und Verarbeiten von Mörteln und Betonen sowie grundlegende Baukunde (Schichten, Verbände, Mauerwerksarten). Betonierarbeiten und einfache Schalungsarbeiten werden eingeführt. Im zweiten Lehrjahr vertiefen Auszubildende die Schal- und Bewehrungstechnik, lernen das Mauern von Bögen und Gewölben, die Abdichtungstechnik gegen Feuchtigkeit sowie Kanalmauerwerk und Baugrubenarbeiten. Außerdem werden Bauzeichnungen selbstständig gelesen und Aufmaße erstellt. Im dritten Lehrjahr stehen Spezialisierungen wie Sichtmauerwerk, Natursteinarbeiten, Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) und das Setzen von Fertigteilelementen im Mittelpunkt. Im Vergleich zu Betonbauer- oder Hochbaufacharbeiterausbildungen legt die Maurerausbildung besonderen Wert auf Mauerwerks- und Putztechniken.

Bautechnik (Technologie und Fachkunde)Technisches Zeichnen / BauzeichnenMathematik / Technische MathematikWirtschafts- und SozialkundeBaustoffkunde

IHK-Prüfung & Abschluss

Die Gesellenprüfung ist in zwei Teile gegliedert. Teil 1, die Zwischenprüfung, findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und besteht aus einer rund sechsstündigen praktischen Arbeitsprobe sowie einem schriftlichen Test zu Bautechnik und Technischer Mathematik von je 60 Minuten; das Ergebnis fließt mit 30 Prozent in die Gesamtnote ein. Teil 2 folgt im dritten Ausbildungsjahr mit dem Gesellenstück, dem Herstellen eines Mauerwerks- oder Betonbauteils nach Vorgabe in rund 8 Stunden (50 Prozent), sowie den schriftlichen Bereichen Bautechnik (120 Minuten, 15 Prozent), Bauzeichnen und Aufmaß (60 Minuten, 10 Prozent), Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten, 10 Prozent) und Technische Mathematik (60 Minuten, 15 Prozent). Zum Bestehen müssen im Gesamtergebnis mindestens 50 Punkte erreicht werden, kein Prüfungsbereich darf unter 30 Punkte fallen. Ein Fachgespräch kann bei Bedarf anberaumt werden.

Prüfungsthemen

  • Mauerwerksarbeiten (Verbände, Mörtelarten, Steinformate)
  • Schalungs- und Bewehrungstechnik
  • Betonherstellung und Betonierarbeiten
  • Bauzeichnen, Aufmaß und Mengenermittlung
  • Abdichtungs- und Wärmedämmtechnik
  • Technische Mathematik (Flächen, Volumen, Mörtelmengen)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Karriere nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung stehen mehrere Weiterbildungswege offen. Der klassische Aufstieg führt über den Vorarbeiter/Polier (Meistervorbereitungskurs) zum Maurer- und Betonbauermeister (HwO), der zur selbstständigen Betriebsführung berechtigt. Alternativ bietet die staatlich geprüfte Techniker-Ausbildung (Fachrichtung Bautechnik, 2 Jahre Vollzeit) oder ein Studium zum Bachelor of Engineering Bauingenieurwesen den Einstieg in planende und leitende Tätigkeiten. Nach 5–10 Jahren Berufserfahrung sind Positionen als Polier (4.000–5.200 EUR brutto/Monat), Bauleiter oder Projektleiter realistisch. Spezialisierungsmöglichkeiten bestehen in der Denkmalpflege, im Bautenschutz, in der Schadstoffsanierung sowie in der schlüsselfertigen Bauleitung. Meister verdienen ab 5.000 EUR aufwärts.

Aufstiegsfortbildung nach der Ausbildung

Bewerbungstipps

Bewerbungen sollten 12 bis 18 Monate vor dem gewünschten Ausbildungsstart, meist am 1. August oder September, eingereicht werden, da viele Betriebe früh planen. In die Bewerbungsmappe gehören Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, die letzten zwei Schulzeugnisse sowie gegebenenfalls Nachweise über Praktika auf Baustellen oder Ferienjobs im Handwerk. Im Vorstellungsgespräch fragen Ausbilder häufig nach räumlichem Vorstellungsvermögen, Schwindelfreiheit und Motivationsquellen für körperliche Arbeit, manche Betriebe und überbetrieblichen Ausbildungszentren führen kurze Eignungstests mit Grundrechenarten, Maßumrechnungen und räumlichem Denken durch. Wer ein eigenes Praktikum auf einer Baustelle vorweisen kann, hebt sich stark ab. Pünktlichkeit, gepflegtes Auftreten und ehrliches Interesse an Bautechnik überzeugen Ausbilder am meisten.

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Mehr Tipps: Bewerbung für die Ausbildung schreiben →

Ratgeber

Auf der Baustelle mauert der Maurer Wände im Verband mit Kalkzementmörtel, setzt Fensterstürze aus Stahlbeton ein und übernimmt Schalungsaufbau, Bewehrungseinbau und Betonierarbeiten für Decken und Unterzüge, stets in enger Abstimmung mit Polieren und Zimmerleuten. Die dreijährige Ausbildung nach BBiG wird mit 800 bis 1.100 Euro vergütet, der Berufseinstieg liegt bei rund 2.800 Euro.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Maurer in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt als Maurer liegt bei etwa 800–1.100 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.800 Euro monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Maurer?
Die duale Ausbildung zum Maurer dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Gibt es beim Maurer Spezialisierungen oder Fachrichtungen?
Die Ausbildung zum Maurer ist bundeseinheitlich geregelt und kennt keine formal festgelegten Fachrichtungen im Ausbildungsberufsbild. In der Praxis können sich Maurer jedoch auf bestimmte Bereiche spezialisieren, etwa Rohbau, Sanierung und Denkmalpflege, Trockenbau oder Verblendmauerwerk. Diese Schwerpunkte werden oft durch Weiterbildungen oder betriebliche Erfahrung vertieft.
Welcher Schulabschluss wird für eine Ausbildung zum Maurer benötigt?
Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen viele Betriebe Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife ein. Wichtig sind gute Kenntnisse in Mathematik sowie handwerkliches Geschick und körperliche Belastbarkeit. Auch Bewerber ohne Schulabschluss haben vereinzelt Chancen, wenn sie ihre Eignung anderweitig nachweisen können.
In welchen Branchen und bei welchen Arbeitgebern arbeiten Maurer?
Maurer sind hauptsächlich in Hoch- und Tiefbauunternehmen sowie im Ausbaugewerbe tätig. Arbeitgeber sind überwiegend kleine und mittelständische Bauunternehmen, aber auch größere Baukonzerne sowie kommunale Bauhöfe. Darüber hinaus gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten bei Unternehmen der Gebäudesanierung, der Denkmalpflege und im öffentlichen Dienst.
Welche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung kann man sich zum Vorarbeiter, Polier oder Meister im Maurerhandwerk weiterqualifizieren, was auch leitende Positionen auf Baustellen eröffnet. Mit dem Meisterbrief besteht zudem die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu gründen. Über die Meisterprüfung oder auf dem zweiten Bildungsweg ist auch ein Studium, etwa im Bauingenieurwesen oder in der Architektur, möglich.

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