Der Informationstechnikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung des Handwerks, die IT-Fachkräfte zu Führungs- und Unternehmerpersönlichkeiten qualifiziert. Nach erfolgreichem Abschluss darf der Meister einen IT-Handwerksbetrieb gründen und leiten sowie Auszubildende ausbilden.
Dauer
12 Monate
oder 30 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
8.000–9.734 €
Gehalt danach
ab 4.855 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Informationstechnikermeister verantwortest du die technische und kaufmännische Betriebsführung, leitest Handwerksteams in der IT-Systemintegration, Netzwerktechnik und Reparatur von IT-Geräten. Du bist für Kundenakquise, Projektmanagement, Qualitätssicherung und die Ausbildung von Lehrlingen zuständig. Du entwickelst Geschäftsstrategien und stellst die wirtschaftliche Rentabilität deines Betriebes sicher.
Handwerksbetriebe im IT-Service und Netzwerk-Support, IT-Systemhäuser, Telekommunikationsunternehmen, EDV-Systemhäuser, Betriebe der Elektrotechnik mit IT-Schwerpunkt, Unternehmen der Informationstechnik-Branche, öffentliche Verwaltungen mit IT-Abteilungen, sowie die Möglichkeit der Selbstständigkeit und Betriebsgründung
Abgeschlossene Berufsausbildung im Beruf Informatiker/in oder Informationstechnik-Ausbildung (z. B. IT-Systemelektroniker/in, Elektroniker/in für Geräte und Systeme, oder vergleichbar) mit mindestens drei Jahren Berufspraxis. Alternativ können Personen mit einschlägiger Berufsausbildung in anderen IT-Bereichen nach fünf Jahren Praxis zugelassen werden. Die Zulassung regelt die Handwerksordnung (HwO).
Du erwirbst fundiertes Wissen in IT-Systemtechnik, Netzwerkmanagement, Datensicherheit und Kundenberatung auf höchstem Niveau. Die Fortbildung vermittelt dir Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Personalmanagement und rechtliche Grundlagen für Handwerksbetriebe. Du lernst zudem Methoden des Projektmanagements, moderner IT-Infrastruktur und Cloud-Technologien sowie pädagogische Kompetenzen für die Ausbildung.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Prüfungsteilen: Teil I (Fachpraxis), Teil II (Fachwissen/Fachtheorie), Teil III (Betriebswirtschaft/Unternehmensführung) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik). Zuständig ist die Handwerkskammer (HWK) in deiner Region. Die Prüfung kann teilweise modular absolviert werden.
Prüfungsthemen
Nach Abschluss kannst du einen eigenen IT-Handwerksbetrieb gründen und leiten, dich als unabhängiger Unternehmensberater etablieren oder in Führungspositionen großer IT-Systemhäuser aufsteigen. Die Meisterqualifikation eröffnet dir Möglichkeiten im Management von IT-Abteilungen, als Projektleiter oder technischer Direktor. Du erhältst automatisch die Ausbildungsberechtigung und kannst Lehrlinge ausbilden.
Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderungsfähig. Du kannst Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) beantragen, das bis zu 75 % der Maßnahmekosten und Lebenshaltungskosten deckt.
Ratgeber
Der Informationstechnikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 8.000 bis 9.734 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Informationstechnikermeister durchschnittlich zwischen 4.855 und 5.413 Euro brutto monatlich.
Kraftfahrzeugtechnikermeister
Der Kraftfahrzeugtechnikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte aus dem Kraftfahrzeughandwerk zur Führung von Betrieben und Werkstätten befähigt. Sie berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Gründung eines eigenen Betriebs im Kraftfahrzeuggewerbe.
Schornsteinfegermeister
Der Schornsteinfegermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Schornsteinfeger zur Betriebsführung und Selbstständigkeit befähigt. Die Fortbildung vermittelt umfassendes Wissen in Technik, Recht, Betriebswirtschaft und Arbeitssicherheit im Schornsteinfegerhandwerk.
Elektromaschinenbauermeister
Der Elektromaschinenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Elektromaschinenbauer zur Übernahme von Führungsaufgaben und zur Selbstständigkeit qualifiziert. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Berechtigung, einen Betrieb zu gründen, zu leiten und Auszubildende auszubilden.
Estrichlegermeister
Der Estrichlegermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Estrichleger, die Fachkompetenz und Führungsverantwortung vereint. Die Fortbildung befähigt zur Betriebsführung, Personalleitung und zur Ausbildung von Lehrlingen im Estrichlegehandwerk.