Der Land- und Baumaschinenmechatronikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte befähigt, Führungs- und Managementaufgaben in Betrieben der Landmaschinen- und Baumaschinen-Instandhaltung zu übernehmen. Nach erfolgreichem Abschluss darf der Meister einen Betrieb gründen und leiten sowie Lehrling ausbilden.
Dauer
6 Monate
oder 30 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
8.000–8.600 €
Gehalt danach
ab 3.625 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Meister führst du einen Handwerksbetrieb, leitest Fachkräfte an und bist verantwortlich für die fachliche Qualität bei Wartung, Reparatur und Instandhaltung von Landmaschinen und Baumaschinen. Du übersiehst die kaufmännischen und technischen Prozesse des Betriebs, planst Projekte, kalkulierst Aufträge und trägst Verantwortung für Kundenzufriedenheit und Arbeitssicherheit. Darüber hinaus darfst du Lehrlinge ausbilden und deren Entwicklung überwachen.
Handwerksbetriebe für Instandhaltung und Reparatur von Landmaschinen und Baumaschinen, Vertragswerkstätten von Maschinenherstellern (John Deere, CLAAS, Volvo, Caterpillar), Serviceabteilungen landwirtschaftlicher Großbetriebe, kommunale und Bundes-Fuhrparks, Landmaschinenhändler mit Servicebetrieb, selbstständige Meisterbetriebe.
Abgeschlossene Berufsausbildung zum Land- und Baumaschinenmechaniker oder eine anerkannte gleichwertige Berufsausbildung, mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der einschlägigen Tätigkeit. Die Zulassung zur Meisterprüfung erfolgt durch die zuständige Handwerkskammer (HWK).
Die Fortbildung vermittelt vertieftes technisches Fachwissen zu modernen Landmaschinen und Baumaschinen (Hydraulik, Elektrotechnik, Motorentechnik, Mechatronik), Betriebsführung und Unternehmensmanagement (Buchhaltung, Personalwirtschaft, Kostenrechnung), Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit sowie pädagogische Grundlagen für die Ausbildertätigkeit. Du lernst, komplexe Diagnose- und Reparaturaufgaben selbstständig zu planen und umzusetzen.
Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer (HWK) durchgeführt und besteht aus vier Prüfungsteilen: Meisterarbeit/Arbeitsprobe (praktisch), Fachtheorie, Betriebsführung und Betriebswirtschaft, Berufsausbildung und Arbeitsrecht. Jeder Prüfungsteil wird einzeln bewertet.
Prüfungsthemen
Nach Abschluss kannst du dich als Meister selbstständig machen und einen Handwerksbetrieb gründen und führen. Du qualifizierst dich für Führungspositionen in etablierten Betrieben oder in Serviceabteilungen von Maschinenherstellern. Mit der Meisterqualifikation hast du die Berechtigung, Lehrlinge auszubilden und fachlich zu betreuen. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten bieten sich durch Betriebswirtschaftsstudium oder spezialisierte Weiterbildungen.
Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig. Mit dem Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) können Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren bezuschusst und ein Unterhaltszuschuss gewährt werden.
Ratgeber
Der Land- und Baumaschinenmechatronikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 6 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 8.000 bis 8.600 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Land- und Baumaschinenmechatronikermeister durchschnittlich zwischen 3.625 und 5.536 Euro brutto monatlich.
Boots- und Schiffbauermeister
Der Boots- und Schiffbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Boots- und Schiffbau. Sie befähigt zur Führung eines Betriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Gründung eines eigenen Unternehmens im Boots- und Schiffbau.
Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister
Der Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung von Betrieben und zur Ausbildung von Lehrlingen befähigt. Die Fortbildung vermittelt umfassendes Wissen in Planung, Montage, Wartung und Reparatur von Rollladensystemen und Sonnenschutzanlagen sowie in Betriebsführung und Unternehmensmanagement.
Seilermeister
Der Seilermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für Fachkräfte aus dem Seilerei-Handwerk. Sie befähigt zum selbstständigen Betreiben eines Seilerbetriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Übernahme von Führungsaufgaben. Mit dieser Qualifikation können Seiler ihr Handwerk auf Meisterniveau ausüben und ihr eigenes Unternehmen gründen.
Steinmetz- und Steinbildhauermeister
Der Steinmetz- und Steinbildhauermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Fachleute befähigt, Betriebe zu leiten und Mitarbeiter auszubilden. Sie vermittelt umfassendes Wissen in Gestaltung, Konstruktion, Materialbearbeitung und Betriebswirtschaft im Stein- und Bildhauerhandwerk.