Der Orthopädietechnikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte befähigt, Orthopädietechnik-Betriebe zu leiten und auszubilden. Sie vermittelt umfassendes Wissen in Betriebsführung, Fertigungstechnik und Qualitätssicherung von Orthesen, Prothesen und orthopädischen Hilfsmitteln.
Dauer
7 Monate
oder 21 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
3.660–11.890 €
Gehalt danach
ab 3.200 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Nach Abschluss leitest du einen Orthopädietechnik-Betrieb, bist verantwortlich für Geschäftsführung, Personalmanagement und Ausbildung von Lehrlingen. Du sicherst die Qualität orthopädietechnischer Versorgungen, berätst Patienten und verwaltest das Finanzwesen sowie die Kundenbeziehungen.
Orthopädietechnik-Fachbetriebe, Sanitätshäuser mit Orthopädietechnik-Abteilung, Rehabilitationszentren, spezialisierte Prothesen- und Orthesenwerkstätten, Krankenhäuser mit orthopädietechnischen Abteilungen, überregionale Orthopädietechnik-Unternehmen
Abgeschlossene Berufsausbildung zum Orthopädietechniker und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der Orthopädietechnik. Die Meisterprüfung kann bei Erfüllung dieser Voraussetzungen bei der zuständigen Handwerkskammer abgelegt werden.
Du erwirbst Kompetenzen in betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Personalführung und Ausbildungspädagogik. Im fachlichen Teil vertiefst du dein Wissen in orthopädietechnischen Fertigungsverfahren, Werkstoffkunde, anatomischen und biomechanischen Grundlagen sowie moderner Versorgungstechnik.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Praktische Meisterprüfung (Anfertigung orthopädietechnischer Versorgungen), Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Ausbildungspädagogik. Sie wird von der Handwerkskammer abgenommen.
Prüfungsthemen
Mit dem Meistertitel kannst du deinen eigenen Orthopädietechnik-Betrieb gründen und als Betriebsinhaber selbstständig tätig sein. Du erhältst die Ausbildungsberechtigung für Lehrlinge, übernimmst Führungspositionen in etablierten Betrieben und erreichst höhere Gehaltsperspektiven sowie größere Verantwortung.
Der Orthopädietechnikermeister ist förderungsfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Meister-BAföG), das einen Zuschuss zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren bietet.
Ratgeber
Der Orthopädietechnikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 7 Monate, in Teilzeit rund 21 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 3.660 bis 11.890 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Orthopädietechnikermeister durchschnittlich zwischen 3.200 und 4.200 Euro brutto monatlich.
Mechanikermeister für Reifen- und Vulkanisationstechnik
Der Mechanikermeister für Reifen- und Vulkanisationstechnik ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO), die Fachkräfte zur Leitung und Verwaltung von Reifen- und Vulkanisationsbetrieben befähigt. Mit diesem Abschluss sind Sie berechtigt, einen Betrieb zu führen, Lehrlinge auszubilden und qualifizierte Fachentscheidungen in der Reifen- und Vulkanisationstechnik zu treffen.
Glasbläser- und Glasapparatebauermeister
Der Glasbläser- und Glasapparatebauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte auf Leitungs- und Führungsaufgaben in der Glasbearbeitung vorbereitet. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit im Handwerk.
Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister
Der Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung von Betrieben und zur Ausbildung von Lehrlingen befähigt. Die Fortbildung vermittelt umfassendes Wissen in Planung, Montage, Wartung und Reparatur von Rollladensystemen und Sonnenschutzanlagen sowie in Betriebsführung und Unternehmensmanagement.
Orgel- und Harmoniumbauermeister
Der Orgel- und Harmoniumbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit in diesem spezialisierten Handwerk.