Der Kälteanlagenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute zur Leitung von Betrieben und Projekten im Kälteanlagenbau befähigt. Mit diesem Abschluss erwerben Sie die Berechtigung zur Betriebsgründung, Personalführung und Ausbildung von Lehrlingen im Handwerk.
Dauer
12 Monate
oder 24 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
9.750–11.990 €
Gehalt danach
ab 3.700 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Kälteanlagenbauermeister leiten Sie Betriebsabläufe, planen komplexe Kälteanlagen und Klimatisierungssysteme und verantworten deren fachgerechte Montage, Wartung und Inbetriebnahme. Sie führen Mitarbeiter an, trainieren Lehrling und sind Ansprechpartner für Kunden bei Planung und Projektabwicklung. Zudem übernehmen Sie Qualitätskontrolle und Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards.
Kälteanlagenbaubetriebe, Klimatechnik- und Lüftungsunternehmen, Handwerksbetriebe der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Industrieunternehmen mit Kälteanlagen, Großküchenbetreiber, Tiefkühlhäuser, Lebensmittelbetriebe sowie Selbstständigkeit als Betriebsleiter oder Geschäftsführer.
Voraussetzung ist ein anerkannter Berufsabschluss als Kälteanlagenbauer oder in einem verwandten Beruf (z.B. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) mit mindestens 3 Jahren hauptberuflicher praktischer Tätigkeit, davon mindestens 2 Jahre in leitender Funktion. Alternativ werden 6 Jahre praktische Tätigkeit ohne spezifischen Fachabschluss akzeptiert.
Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in Kälteanlagentechnik, Thermodynamik, Regelungs- und Steuerungstechnik sowie in Energie- und Umweltmanagement. Zusätzlich erhalten Sie Unterricht in betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Personalführung, Arbeitsrecht, Kostenkalkulation und Geschäftsgründung. Praktische Projektarbeiten und die Meisterprüfung runden die Ausbildung ab.
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Prüfungsteil I (Kälteanlagentechnik, praktische Arbeiten), Prüfungsteil II (Kälteanlagentechnik, theoretische Kenntnisse), Prüfungsteil III (Betriebswirtschaft und Recht) und Prüfungsteil IV (Berufsausbildung und Mitarbeiterführung). Prüfungen werden von der jeweils zuständigen Handwerkskammer (HWK) durchgeführt.
Prüfungsthemen
Nach der Meisterprüfung können Sie einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und anmelden, Personalverantwortung übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Sie eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten in Führungspositionen größerer Betriebe, bei Verbänden oder in der Beratung. Zudem können Sie sich durch Zusatzqualifikationen (z.B. Energieauditor, Sachverständiger) weiter spezialisieren.
Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig. Mit dem Meister-BAföG erhalten Sie einen Zuschuss zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie ein Existenzgründungsdarlehen.
Ratgeber
Der Kälteanlagenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert 12 Monate, in Teilzeit rund 24 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 9.750 und 11.990 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Kälteanlagenbauermeister durchschnittlich zwischen 3.700 und 4.300 Euro brutto monatlich.
Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister
Die Aufstiegsfortbildung zum Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister ist eine handwerkliche Meisterqualifikation, die auf der abgeschlossenen Berufsausbildung aufbaut. Sie befähigt zur Führung eines eigenen Betriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Übernahme von Leitungsaufgaben in der kunsthandwerklichen Holzbearbeitung und Spielzeugherstellung.
Installateur- und Heizungsbauermeister
Der Installateur- und Heizungsbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute zum Leiter von Betrieben oder Betriebsteilen im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk befähigt. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Befähigung zur Betriebsgründung, Mitarbeiterverwaltung und Ausbildung von Lehrlingen.
Glasbläser- und Glasapparatebauermeister
Der Glasbläser- und Glasapparatebauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte auf Leitungs- und Führungsaufgaben in der Glasbearbeitung vorbereitet. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit im Handwerk.
Orgel- und Harmoniumbauermeister
Der Orgel- und Harmoniumbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit in diesem spezialisierten Handwerk.