🧭AG
AusbildungsberufeWeiterbildungBerufs-CheckRatgeber★ Merkliste
← Alle Weiterbildungen
MeisterHandwerk & BauHwO

Kälteanlagenbauermeister

Der Kälteanlagenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute zur Leitung von Betrieben und Projekten im Kälteanlagenbau befähigt. Mit diesem Abschluss erwerben Sie die Berechtigung zur Betriebsgründung, Personalführung und Ausbildung von Lehrlingen im Handwerk.

Dauer

12 Monate

oder 24 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

9.750–11.990 €

Gehalt danach

ab 3.700 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Kälteanlagenbauermeister?

Als Kälteanlagenbauermeister leiten Sie Betriebsabläufe, planen komplexe Kälteanlagen und Klimatisierungssysteme und verantworten deren fachgerechte Montage, Wartung und Inbetriebnahme. Sie führen Mitarbeiter an, trainieren Lehrling und sind Ansprechpartner für Kunden bei Planung und Projektabwicklung. Zudem übernehmen Sie Qualitätskontrolle und Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards.

Wo arbeitest du?

Kälteanlagenbaubetriebe, Klimatechnik- und Lüftungsunternehmen, Handwerksbetriebe der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Industrieunternehmen mit Kälteanlagen, Großküchenbetreiber, Tiefkühlhäuser, Lebensmittelbetriebe sowie Selbstständigkeit als Betriebsleiter oder Geschäftsführer.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein anerkannter Berufsabschluss als Kälteanlagenbauer oder in einem verwandten Beruf (z.B. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) mit mindestens 3 Jahren hauptberuflicher praktischer Tätigkeit, davon mindestens 2 Jahre in leitender Funktion. Alternativ werden 6 Jahre praktische Tätigkeit ohne spezifischen Fachabschluss akzeptiert.

Was lernst du in der Fortbildung?

Sie vertiefen Ihre Kenntnisse in Kälteanlagentechnik, Thermodynamik, Regelungs- und Steuerungstechnik sowie in Energie- und Umweltmanagement. Zusätzlich erhalten Sie Unterricht in betriebswirtschaftlichen Grundlagen, Personalführung, Arbeitsrecht, Kostenkalkulation und Geschäftsgründung. Praktische Projektarbeiten und die Meisterprüfung runden die Ausbildung ab.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Prüfungsteil I (Kälteanlagentechnik, praktische Arbeiten), Prüfungsteil II (Kälteanlagentechnik, theoretische Kenntnisse), Prüfungsteil III (Betriebswirtschaft und Recht) und Prüfungsteil IV (Berufsausbildung und Mitarbeiterführung). Prüfungen werden von der jeweils zuständigen Handwerkskammer (HWK) durchgeführt.

Prüfungsthemen

  • Konstruktion, Planung und Berechnung von Kälteanlagen
  • Kältemittel, Flüssigkeitshaushalt und Regelungstechnik
  • Energieeffizienz, Umweltschutz und Kältemittelgesetzgebung
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation, Recht und Personalführung

Karriere nach der Fortbildung

Nach der Meisterprüfung können Sie einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und anmelden, Personalverantwortung übernehmen und Lehrlinge ausbilden. Sie eröffnen sich Aufstiegsmöglichkeiten in Führungspositionen größerer Betriebe, bei Verbänden oder in der Beratung. Zudem können Sie sich durch Zusatzqualifikationen (z.B. Energieauditor, Sachverständiger) weiter spezialisieren.

Förderung

Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig. Mit dem Meister-BAföG erhalten Sie einen Zuschuss zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie ein Existenzgründungsdarlehen.

Ratgeber

Der Kälteanlagenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert 12 Monate, in Teilzeit rund 24 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 9.750 und 11.990 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Kälteanlagenbauermeister durchschnittlich zwischen 3.700 und 4.300 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die Meisterprüfung als Kälteanlagenbauer ablegen zu dürfen?
Voraussetzung ist ein anerkannter Berufsabschluss als Kälteanlagenbauer oder in einem verwandten Beruf, z. B. als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, sowie mindestens 3 Jahre hauptberufliche praktische Tätigkeit, davon mindestens 2 Jahre in leitender Funktion. Alternativ kann die Zulassung mit 6 Jahren einschlägiger Berufspraxis ohne formalen Abschluss erfolgen. Die genauen Zulassungsbedingungen regelt die zuständige Handwerkskammer.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Meisterausbildung zum Kälteanlagenbauermeister?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 47 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten möglich, der Rest kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Bei Bestehen der Prüfung werden zudem 50 Prozent des noch offenen Darlehens erlassen. Die Förderung ist einkommensunabhängig und kann unabhängig vom Alter beantragt werden.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach der Meisterprüfung im Kälteanlagenbauer-Handwerk?
Mit dem Meistertitel sind Sie berechtigt, einen eigenen Handwerksbetrieb im zulassungspflichtigen Kälteanlagenbauer-Handwerk zu gründen und als Ausbildungsbetrieb Lehrlinge auszubilden. Darüber hinaus stehen Führungspositionen in größeren Betrieben, bei Verbänden oder in der technischen Beratung offen. Durch Zusatzqualifikationen lässt sich das Tätigkeitsfeld weiter auf Bereiche wie Kältetechnik-Planung oder Energieberatung ausdehnen.
Kann ich mit dem Kälteanlagenbauermeister ein Studium aufnehmen?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt zum Studium an Fachhochschulen und Universitäten, ohne dass ein klassisches Abitur erforderlich ist. Besonders relevant sind technische Studiengänge wie Kälte- und Klimatechnik, Versorgungstechnik oder Ingenieurwesen. Einige Hochschulen erkennen zudem Teile der Meisterausbildung auf das Studium an, was die Studiendauer verkürzen kann.