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Medizinischer Technologe für Radiologie

Medizinische Technologen für Radiologie (MTR) sind in der Röntgendiagnostik (Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Röntgen, digitale Subtraktionsangiographie), der Strahlentherapie, der Nuklearmedizin und der Dosimetrie tätig. Der Beruf hieß bis 2023 radiologisch-technischer Assistent (RTA) und zählt zu den besonders gefragten Gesundheitsfachberufen mit sehr guten Berufsaussichten.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Azubi-Gehalt

1.065–1.222 €

pro Monat

Einstiegsgehalt

ab 2.900 €

nach der Ausbildung

Prüfung

Staatliche Prüfung

Was machst du als Medizinischer Technologe für Radiologie?

Du bedienst bildgebende Geräte wie Röntgenanlagen, Computertomographen und Magnetresonanztomographen, positionierst Patienten korrekt, stellst die Aufnahmeparameter ein und achtest dabei konsequent auf Strahlenschutz für Patienten und Personal. In der Strahlentherapie planst und überwachst du Bestrahlungsbehandlungen von Krebspatienten über mehrere Sitzungen hinweg, in der Nuklearmedizin verabreichst du schwach radioaktive Diagnosemittel und wertest Szintigraphie-Aufnahmen aus. Ergänzend führst du Dosimetrie-Messungen durch, um die Strahlenbelastung zu dokumentieren und einzuhalten. Die Arbeit findet in Radiologie-, Nuklearmedizin- und Strahlentherapie-Abteilungen von Kliniken sowie in radiologischen Praxen statt.

Wo arbeitest du?

Medizinische Technologen für Radiologie arbeiten in radiologischen Abteilungen von Krankenhäusern und Unikliniken, in Strahlentherapiezentren, nuklearmedizinischen Praxen sowie in niedergelassenen radiologischen Gemeinschaftspraxen. Laut Wikipedia hatten 2019 fast die Hälfte der Krankenhäuser Probleme, MTR-Stellen zu besetzen – die Berufsaussichten sind entsprechend sehr gut.

Voraussetzungen

Erwartet wird üblicherweise mindestens ein Realschulabschluss, da die naturwissenschaftlichen und medizintechnischen Ausbildungsinhalte hohe Anforderungen stellen. Aus der Schule sind Biologie, Chemie und Physik von Bedeutung. Angehende Radiologietechnologen sollten technisches Verständnis für Großgeräte wie CT und MRT, äußerste Sorgfalt beim Strahlenschutz und ein starkes Verantwortungsbewusstsein mitbringen; da der Patientenkontakt hier direkter ist als in anderen MT-Fachrichtungen, zählt zusätzlich Einfühlungsvermögen im Umgang mit oft ängstlichen Patienten.

Was lernst du in der Ausbildung?

Nach den gemeinsamen Grundlagen vertiefst du im dritten Ausbildungsjahr die Radiologie: Röntgentechnik und digitale Bildgebung (CT, MRT, DSA), Strahlenschutzvorschriften, Grundlagen der Strahlentherapieplanung sowie nuklearmedizinische Verfahren und Dosimetrie. Praxisphasen in Krankenhausradiologien und Strahlentherapiezentren vermitteln den sicheren Umgang mit den Großgeräten unter realen Bedingungen.

Fachrichtungsspezifische Diagnostik/AnalytikAnatomie, Physiologie und KrankheitslehreGerätetechnik und QualitätssicherungRechts- und Berufskunde

Staatliche Prüfung & Abschluss

Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung nach der MT-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (MTAPrV) mit theoretischen, praktischen und mündlichen Prüfungsteilen. Koordiniert wird die praktische Ausbildung von der Berufsfachschule, durchgeführt wird sie in Radiologie-, Nuklearmedizin- und Strahlentherapieabteilungen von Kliniken sowie in radiologischen Praxen. Die 2023 modernisierte Ausbildungsordnung stärkt den praktischen Anteil und rückt damit die sichere Bedienung bildgebender Geräte unter konsequentem Strahlenschutz in den Mittelpunkt der Prüfung.

Prüfungsthemen

  • Fachspezifische Diagnose- bzw. Analysetechnik
  • Anatomie und Physiologie
  • Gerätekunde und Qualitätssicherung
  • Hygiene und Arbeitsschutz
  • Rechtliche Grundlagen (MTBG, Dokumentationspflicht)

Karriere nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung sind Fachweiterbildungen in spezialisierten Bereichen sowie ein Studium (z. B. Medizintechnik, Biomedizinische Technik oder Gesundheitswissenschaften, B. Sc.) möglich. Mit Berufserfahrung sind Positionen als leitende Fachkraft, Praxisanleiter oder Qualitätsbeauftragter erreichbar. Das Gehalt steigt mit Berufserfahrung und Spezialisierung auf 3.200–3.800 Euro brutto monatlich.

Bewerbungstipps

Da die Plätze an Berufsfachschulen für medizinische Technologie begrenzt sind, sollte man sich bereits mehrere Monate vor dem gewünschten Start bewerben. Zur Mappe gehören Anschreiben, Lebenslauf und Schulzeugnisse; einige Schulen setzen zusätzlich Eignungstests oder persönliche Aufnahmegespräche ein. Ein vorab absolviertes Praktikum in einer Krankenhausradiologie oder einem Strahlentherapiezentrum hinterlässt im Auswahlverfahren einen überzeugenden Eindruck.

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Mehr Tipps: Bewerbung für die Ausbildung schreiben →

Ratgeber

Zu den Aufgaben eines Medizinischen Technologen für Radiologie gehören die Bedienung von Röntgengeräten, Computer- und Magnetresonanztomographen, die Planung von Strahlentherapie-Behandlungen sowie die Verabreichung von Diagnosemitteln in der Nuklearmedizin, stets unter strengem Strahlenschutz. Die dreijährige Ausbildung nach dem MT-Berufe-Gesetz wird mit 1.065 bis 1.222 Euro vergütet, der Einstieg danach liegt bei rund 2.900 Euro.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Medizinischer Technologe für Radiologie in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt als Medizinischer Technologe für Radiologie liegt bei etwa 1.065–1.222 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.900 Euro monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Medizinischer Technologe für Radiologie?
Die duale Ausbildung zum Medizinischer Technologe für Radiologie dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Was macht ein Medizinischer Technologe für Radiologie?
Die Fachrichtung Radiologie (früher RTA) deckt Röntgendiagnostik (CT, MRT, Röntgen, DSA), Strahlentherapie, Nuklearmedizin und Dosimetrie ab. Der Beruf gilt als besonders gefragt: 2019 hatten laut Wikipedia fast die Hälfte der Krankenhäuser Probleme, MTR-Stellen zu besetzen.
Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung benötigt?
In der Regel wird mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) vorausgesetzt, da die naturwissenschaftlichen Ausbildungsinhalte anspruchsvoll sind. Genaue Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich regional je nach Berufsfachschule.
Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
Seit 2019 zahlen staatliche Schulen ein Ausbildungsgehalt nach TVAöD/TVAL: etwa 1.065 Euro im ersten und 1.222 Euro im dritten Ausbildungsjahr. An privaten Schulen kann die Ausbildung dagegen unvergütet oder sogar kostenpflichtig sein.
Welche Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung sind Fachweiterbildungen sowie ein Studium, etwa im Bereich Medizintechnik oder Gesundheitswissenschaften, möglich. Mit Berufserfahrung sind Positionen als leitende Fachkraft oder Praxisanleiter erreichbar.

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