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FachwirtWirtschaft & VerwaltungBBiG §53,54

Baufachwirt

Der Baufachwirt (IHK) ist eine Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte im Bauwesen und befähigt zur Übernahme von Führungsaufgaben auf der Baustelle und im Büro. Nach erfolgreichem Abschluss sind Absolventen in der Lage, Bauprojekte zu leiten, Personal zu führen und kaufmännische Aufgaben zu übernehmen.

Aufbauend auf: Maurer

Dauer

12 Monate

oder 18 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

2.895–4.900 €

Gehalt danach

ab 3.210 €

nach Abschluss

Prüfung

Fachwirtprüfung

Was machst du als Baufachwirt?

Als Baufachwirt bist du für die Leitung und Koordination von Bauprojekten, die Personalführung und -planung sowie die Übernahme kaufmännischer Aufgaben wie Kalkulation und Rechnungswesen verantwortlich. Du übernimmst Führungspositionen als Bauleiter, Projektmanager oder Polier mit erweiterten Kompetenzen. Deine Tätigkeit erstreckt sich sowohl auf der Baustelle als auch im Büro eines Bauunternehmens.

Wo arbeitest du?

Bauunternehmen (Hochbau und Tiefbau), Generalunternehmen, Baukonzerne, Projektentwickler, Immobilienunternehmen, öffentliche Bauämter und Bauherrenvertretungen. Der Baufachwirt arbeitet sowohl bei kleineren handwerklichen Betrieben als auch bei großen Baukonzernen.

Voraussetzungen

Erforderlich ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Bauberuf (z.B. Maurer, Carpenter, Bauzeichner oder verwandter Berufe) und mindestens 2 Jahre Berufspraxis in einer Tätigkeit in der Bauwirtschaft. Alternativ ist eine mindestens 5-jährige Berufspraxis im Baugewerbe ohne Ausbildung möglich.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du erwirbst Kenntnisse in Bauwirtschaft, Baubetrieb und Baumanagement sowie in kaufmännischen Grundlagen wie Kalkulation, Kostenrechnung und Rechnungswesen. Darüber hinaus beschäftigst du dich mit Personalführung, Rechtskunde, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie mit modernen Bauverfahren und Baustoffen. Softskills wie Projektmanagement und Kommunikation gehören ebenfalls zum Lehrplan.

Fachwirtprüfung & Abschluss

Die Baufachwirt-Prüfung wird von der IHK durchgeführt und besteht aus vier schriftlichen Prüfungsteilen: Bauwirtschaft und Baubetrieb, Kaufmännische und finanzielle Steuerung, Personalführung und Ausbildung sowie Mitarbeiter- und Führungskompetenz. Zusätzlich kann eine praktische Prüfung verlangt werden.

Prüfungsthemen

  • Bauwirtschaft und Baubetrieb
  • Kaufmännische und finanzielle Steuerung
  • Personalführung und Ausbildung
  • Mitarbeiter- und Führungskompetenz

Karriere nach der Fortbildung

Nach dem Abschluss zum Baufachwirt eröffnen sich Karrierewege in Führungspositionen wie Bauleiter, Projektleiter oder Oberbauleiter in mittelständischen und großen Bauunternehmen. Du erhältst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen und kannst dich selbstständig machen. Zudem bildet der Baufachwirt die Grundlage für weitere Fortbildungen wie den Diplom-Baumeister an Hochschulen oder die Spezialisierung als Sachverständiger.

Förderung

Der Baufachwirt ist gem. § 1 AufstiegsBAföG (Meister-BAföG) förderfähig. Anspruchsberechtigte Absolventen können mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen rechnen.

Ratgeber

Der Baufachwirt ist eine Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG, §§ 53, 54) und wird durch die IHK abgenommen. Der Vollzeitlehrgang dauert 12 Monate, in Teilzeit rund 18 Monate, die Lehrgangskosten liegen bei 2.895 bis 4.900 Euro. Nach bestandener Prüfung verdienen Baufachwirte durchschnittlich zwischen 3.210 und 4.000 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Fortbildung zum Baufachwirt erfüllen?
Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Bauberuf, beispielsweise als Maurer, Zimmerer oder Bauzeichner, sowie mindestens zwei Jahre Berufspraxis in der Bauwirtschaft. Alternativ kann auch eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufserfahrung im Baugewerbe ohne formalen Berufsabschluss ausreichen. Die genauen Zulassungsvoraussetzungen regelt die zuständige IHK.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Baufachwirt-Fortbildung?
Die Fortbildung zum Baufachwirt ist über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) förderungsfähig. Dabei können bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten als Zuschuss gewährt werden, der nicht zurückgezahlt werden muss; der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Darüber hinaus übernehmen in bestimmten Fällen die Bundesagentur für Arbeit oder der Arbeitgeber Teile der Kosten.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach dem Abschluss als Baufachwirt?
Mit dem Abschluss zum Baufachwirt qualifizieren sich Absolventen für Führungspositionen wie Bauleiter, Projektleiter oder Oberbauleiter in mittelständischen und großen Bauunternehmen. Zusätzlich berechtigt der Abschluss zur Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb und eröffnet die Möglichkeit zur Selbstständigkeit. Der Baufachwirt bildet zudem eine anerkannte Grundlage für weiterführende Fortbildungen innerhalb der Bauwirtschaft.
Kann ich mit dem Baufachwirt-Abschluss studieren?
Ja, der Abschluss zum Baufachwirt (IHK) eröffnet in den meisten Bundesländern den Zugang zu einem Hochschulstudium. Inhaber eines solchen Fortbildungsabschlusses nach BBiG §§ 53/54 gelten in der Regel als hochschulzugangsberechtigt und können ohne klassisches Abitur an Fachhochschulen oder Universitäten studieren. Die genauen Regelungen variieren je nach Bundesland, weshalb eine Rückfrage bei der jeweiligen Hochschule empfehlenswert ist.