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Brunnenbauermeister

Der Brunnenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Brunnenbauer, die Führungsaufgaben und Betriebsverantwortung übernehmen möchten. Die Fortbildung vermittelt tiefgehendes Fachkönnen in Brunnenbau, Betriebsführung und befähigt zur Ausbildung von Lehrlingen sowie zur Selbstständigkeit.

Aufbauend auf: Brunnenbauer

Dauer

12 Monate

oder 30 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

600–3.000 €

Gehalt danach

ab 4.100 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Brunnenbauermeister?

Als Brunnenbauermeister leitest du Brunnenbau-Projekte und koordinierst Arbeitsabläufe auf Baustellen. Du führst ein Brunnenbauerhandwerk betrieb oder arbeitest in leitender Position und verantwortest Qualität, Einhaltung von Normen sowie die kaufmännische Seite. Zusätzlich bildest du Fachkräfte aus und sorgst für sichere Arbeitsbedingungen bei Bohr- und Brunnenbauprojekten.

Wo arbeitest du?

Brunnenbaubetriebe, Spezialtiefbauunternehmen, Wasser- und Energieversorgungsunternehmen, Bohrunternehmen für Wasser- und Energiegewinnung, Grundwasser-Erschließungsunternehmen, sowie eigene Betriebsgründungen im Brunnenbaugewerbe

Voraussetzungen

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Brunnenbauer sowie mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in diesem Handwerk. Alternativ können auch nachgewiesene vergleichbare Fachkenntnisse anerkannt werden. Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Handwerkskammer.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du vertiefst dein Wissen in Bohrtechnologien, Brunnenkonstruktion, Rohrbrunnen-, Schacht- und Spülbohrbau. Weitere Schwerpunkte sind Wassererschließung, Grundwasserhydrogeologie, Qualitätssicherung von Brunnenbauarbeiten, kaufmännische Betriebsführung, Personalmanagement, Betriebskalkulation und rechtliche Anforderungen im Brunnenbau.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: (1) Praktische Prüfung (Brunnenbauarbeiten), (2) Fachliche Prüfung (Brunnenbautechnik und -planung), (3) Kaufmännisch-rechtliche Prüfung (Betriebsführung und Unternehmensmanagement) und (4) Berufs- und arbeitspädagogische Prüfung (AEVO zur Ausbilderberechtigung).

Prüfungsthemen

  • Brunnenbohr- und Konstruktionstechniken
  • Wassererschließung und Grundwasserhydrogeologie
  • Qualitätssicherung und Normen im Brunnenbau
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation und Unternehmensmanagement
  • Arbeits- und Umweltschutzrecht
  • Ausbildung und Personalführung

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du einen eigenen Brunnenbaubetrieb gründen oder führen. Die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen ist enthalten. Karrierewege führen in Betriebsführung, Bauleitung sowie in technische oder kaufmännische Leitungspositionen bei größeren Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmen.

Förderung

Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Meister-BAföG) förderfähig. Mit diesem können Lehrgangsgebühren und Prüfungskosten bis zu 70% und Lebenshaltungskosten bis zu 934 Euro monatlich unterstützt werden.

Ratgeber

Wer die Meisterprüfung im Brunnenbau ablegt, leitet Brunnenbauprojekte, koordiniert Arbeitsabläufe auf Baustellen und verantwortet Normeinhaltung sowie die kaufmännische Betriebsführung. Der Lehrgang nach der Handwerksordnung dauert in Vollzeit wie in Teilzeit bis zu 30 Monate und kostet, je nach Vorkenntnissen, zwischen 600 und 3.000 Euro. Mit rund 4.100 Euro gehört der Brunnenbauermeister zu den besser bezahlten Handwerksmeistern.

Häufige Fragen

Was kostet die Fortbildung zum Brunnenbauermeister?
Die Lehrgangskosten liegen typischerweise zwischen 600 und 3.000 Euro. Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, Meister-BAföG) förderfähig. Mit diesem können Lehrgangsgebühren und Prüfungskosten bis zu 70% und Lebenshaltungskosten bis zu 934 Euro monatlich unterstützt werden.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die Brunnenbauermeister-Prüfung abzulegen?
Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Brunnenbauer sowie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Handwerk. Alternativ können nachgewiesene vergleichbare Fachkenntnisse durch die zuständige Handwerkskammer anerkannt werden. Die Zulassung zur Meisterprüfung wird bei der jeweiligen Handwerkskammer beantragt.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Brunnenbauermeister-Fortbildung?
Die Fortbildung zum Brunnenbauermeister wird durch das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert. Dabei können bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten als Zuschuss und der Rest als zinsgünstiges Darlehen gewährt werden. Bei bestandener Prüfung werden zudem 50 Prozent des verbleibenden Darlehens erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Brunnenbauermeister?
Mit dem Brunnenbauermeister kannst du einen eigenen Brunnenbaubetrieb gründen oder als Betriebsleiter tätig sein. Der Abschluss berechtigt außerdem zur Ausbildung von Lehrlingen im Brunnenbauer-Handwerk. Darüber hinaus eröffnen sich Führungspositionen in der Bauleitung sowie technische und kaufmännische Leitungsfunktionen bei Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmen.
Kann ich mit dem Brunnenbauermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss im Handwerk gilt in Deutschland als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und ermöglicht ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ohne zusätzliche Aufnahmeprüfung. Viele Hochschulen bieten zudem auf die handwerkliche Praxis zugeschnittene Studiengänge, etwa im Bereich Bau-, Umwelt- oder Geotechnik, an. Einzelne Bundesländer können dabei leicht unterschiedliche Regelungen zur Hochschulzulassung haben.