Stuckateurmeister
Der Stuckateurmeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Stuckateure befähigt, einen Handwerksbetrieb zu führen, Fachkräfte auszubilden und komplexe Stuckarbeiten eigenverantwortlich zu leiten. Die Fortbildung vermittelt betriebswirtschaftliche, technische und rechtliche Kompetenzen für die selbstständige Tätigkeit im Stuckateurhandwerk.
Aufbauend auf: Stuckateur
Dauer
12 Monate
oder 30 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
4.860–6.680 €
Gehalt danach
ab 3.400 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Was machst du als Stuckateurmeister?
Nach dem Abschluss führst du deinen eigenen Stuckaturbetrieb oder leitest Stuckateurarbeiten in größeren Handwerksbetrieben. Du bist verantwortlich für Projektplanung, Kostenkalkulationen, Qualitätskontrolle, Materialwirtschaft und die Ausbildung von Lehrlingen. Du entwirfst und realisierst anspruchsvolle Stuckdekore, Fassadengestaltungen und Restaurierungsarbeiten an historischen Gebäuden.
Wo arbeitest du?
Handwerksbetriebe im Stuckateurhandwerk, mittelständische und große Bauunternehmen, Sanierungsunternehmen, Fassadenspezialisten, Denkmalpflegebetriebe, Restaurierungswerkstätten, öffentliche und private Bauträger, Architekturbüros mit Ausführungsverantwortung
Voraussetzungen
Erforderlich ist ein abgeschlossenes Ausbildungsverhältnis als Stuckateur und in der Regel mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der einschlägigen Tätigkeit. Alternativ können Bewerber mit vergleichbarer Qualifikation und ausreichender Berufserfahrung zur Prüfung zugelassen werden, wenn sie die erforderlichen Kenntnisse nachweisen.
Was lernst du in der Fortbildung?
Die Fortbildung vermittelt vertieftes Fachwissen in Stucktechniken, Materialien und modernen Verarbeitungsmethoden sowie Gestaltung und Ornamentik. Du lernst Betriebswirtschaft, Kalkulation, Personalführung, Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit. Hinzu kommen Kenntnisse in Denkmalpflege, Restaurierung und rechtliche Anforderungen im Handwerk.
Meisterprüfung & Abschluss
Die Meisterprüfung für Stuckateure wird von der zuständigen Handwerkskammer (HWK) durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Meisterarbeit (praktische Prüfung), Fachtheorie, Betriebswirtschaft/Recht und Berufsausbildung/Pädagogik. Die Meisterarbeit ist eine umfangreiche Stuckausführung unter Prüfungsbedingungen.
Prüfungsthemen
- Stucktechniken und Materialien (Putze, Kunststoffe, Naturstoffe)
- Gestaltung, Ornamentik und Dekoration
- Fassadensysteme und Wärmedämmung
- Denkmalpflege und Restaurierungstechniken
- Betriebsführung, Kalkulation und Kostenrechnung
- Personalverwaltung und Arbeitsrecht
- Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
- Ausbildungspädagogik und Unterweisungsmethoden
Karriere nach der Fortbildung
Nach Abschluss kannst du deinen eigenen Stuckaturbetrieb gründen und als Unternehmer tätig sein. Du erhältst die Ausbilderberechtigung und kannst Lehrling ausbilden. Alternativ übernimmst du Führungspositionen in größeren Handwerksbetrieben oder Bauunternehmen oder spezialisierst dich auf hochwertige Restaurierungs- und Denkmalpflegeprojekte.
Förderung
Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig und ermöglicht Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.
Ratgeber
Nach der Meisterprüfung im Stuckateurhandwerk führen Absolventen einen eigenen Betrieb oder leiten Stuckateurarbeiten in größeren Unternehmen, von der Kalkulation bis zur Restaurierung historischer Fassaden. Die Fortbildung nach der Handwerksordnung dauert 12 Monate in Vollzeit oder bis zu 30 Monate in Teilzeit und kostet zwischen 4.860 und 6.680 Euro. Das Gehalt danach liegt bei durchschnittlich 3.400 Euro.
Häufige Fragen
Was kostet die Fortbildung zum Stuckateurmeister?
Welche Voraussetzungen muss ich für die Stuckateurmeister-Fortbildung erfüllen?
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Stuckateurmeister-Fortbildung?
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Stuckateurmeister?
Kann ich mit dem Stuckateurmeister studieren?
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