Orthopädieschuhmachermeister
Der Orthopädieschuhmachermeister ist eine Handwerksaufstiegsfortbildung, die Fachkräfte zur Leitung von Betrieben und zur Ausbildung von Lehrlingen befähigt. Sie vermittelt erweiterte Kenntnisse in der Herstellung und Anpassung orthopädischer Schuhe sowie in Betriebsführung und Personalmanagement.
Aufbauend auf: Orthopädieschuhmacher
Dauer
9 Monate
oder 29 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
3.500–7.000 €
Gehalt danach
ab 3.500 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Was machst du als Orthopädieschuhmachermeister?
Als Orthopädieschuhmachermeister leitest du einen Handwerksbetrieb, verantwortest die Qualität orthopädischer Schuhversorgungen und führst individuelle Anpassungen durch. Du bildest Lehringe aus, akquirierst Kunden und verantwortest die kaufmännische und technische Betriebsführung. Gleichzeitig bearbeitest du komplexe orthopädische Fälle in Zusammenarbeit mit Orthopäden und Sanitätshäusern.
Wo arbeitest du?
Orthopädische Schuhwerkstätten, handwerkliche Betriebe in der Orthopädietechnik, Sanitätshäuser, Rehabilitationszentren, Krankenhäuser mit orthopädischen Abteilungen, spezialisierte Confektionsschuhhersteller, eigene Meisterbetriebe
Voraussetzungen
Abgeschlossene Berufsausbildung zum Orthopädieschuhmacher und mindestens drei Jahre Berufserfahrung in diesem Beruf, davon mindestens zwei Jahre in leitender Stellung. Alternativ können mehrjährige Tätigkeiten in verwandten Bereichen teilweise angerechnet werden. Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss ist erforderlich.
Was lernst du in der Fortbildung?
Du vertiefst dein Wissen in der Konstruktion und Anfertigung orthopädischer Schuhversorgungen, einschließlich spezieller Techniken und Materialien. Inhalte sind zudem Betriebswirtschaft, Kostenrechnung, Personalführung, Marketing und rechtliche Grundlagen des Handwerks. Du lernst auch Qualitätsmanagementsysteme und moderne digitale Technologien in der orthopädischen Schuhfertigung.
Meisterprüfung & Abschluss
Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: praktische Meisterprüfung (Anfertigung orthopädischer Schuhversorgungen), schriftliche Fachprüfung, schriftliche Prüfung zu betriebswirtschaftlichen Inhalten sowie eine mündliche Prüfung. Zuständig ist die Handwerkskammer (HWK). Die Prüfung kann modular absolviert werden.
Prüfungsthemen
- Konstruktion und Anfertigung orthopädischer Schuhversorgungen
- Orthopädische und medizinische Grundlagen
- Materialwirtschaft und Kostenrechnung
- Personalführung, Ausbildung und Betriebsorganisation
- Recht und Steuern
- Marketing und Kundenbeziehungsmanagement
Karriere nach der Fortbildung
Nach erfolgreichem Abschluss kannst du einen eigenen Betrieb gründen oder übernehmen und bist berechtigt, Lehrlinge auszubilden. Du erhältst Zugang zu gehobenen Positionen in größeren Handwerksbetrieben oder in Sanitätshäusern. Der Meistertitel ermöglicht auch die Teilnahme an weiteren Fortbildungen wie Betriebswirt des Handwerks oder die Spezialisierung auf medizintechnische Innovationen.
Förderung
Die Fortbildung ist in der Regel förderfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, sog. Meister-BAföG). Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen sind möglich.
Ratgeber
In der Rolle als Orthopädieschuhmachermeister verantwortest du die Qualität orthopädischer Schuhversorgungen, führst individuelle Anpassungen durch und bildest Lehrlinge aus. Die Fortbildung nach HwO dauert in Vollzeit rund 9, in Teilzeit etwa 29 Monate und kostet zwischen 3.500 und 7.000 Euro. Das Gehalt danach liegt bei etwa 3.500 Euro monatlich.
Häufige Fragen
Was kostet die Fortbildung zum Orthopädieschuhmachermeister?
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um zur Meisterprüfung im Orthopädieschuhmacher-Handwerk zugelassen zu werden?
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Meisterfortbildung zum Orthopädieschuhmachermeister?
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach dem Abschluss als Orthopädieschuhmachermeister?
Berechtigt der Orthopädieschuhmachermeister zum Studium an einer Hochschule?
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