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MeisterHandwerk & BauHwO

Metallbauermeister

Der Metallbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Fachkräfte des Metallbaus zur Meisterschaft befähigt. Sie qualifiziert für Unternehmensführung, Personalverantwortung und berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen sowie zur Selbstständigkeit im Metallbauhandwerk.

Aufbauend auf: Metallbauer

Dauer

8 Monate

oder 22 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

6.990–9.200 €

Gehalt danach

ab 3.700 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Metallbauermeister?

Als Metallbauermeister leitest du einen Metallbaubetrieb oder arbeitest in Führungsposition und verantwortest die Planung, Kalkulation und Ausführung von Metallbauarbeiten. Du betreust Auszubildende, akquirierst Kunden, verhandelst mit Lieferanten und stellst die Einhaltung von Qualitätsstandards sowie Sicherheitsvorschriften sicher. Du entwirfst Metallkonstruktionen wie Treppen, Geländer, Fenster und Fassaden und überwachst deren fachgerechte Montage.

Wo arbeitest du?

Metallbaubetriebe und Metallbauunternehmen, Stahlbauunternehmen, Fassadenbaubetriebe, Fenster- und Türenhersteller, Treppenbauunternehmen, größere Bauunternehmen mit eigenen Metallbausparten, Ingenieurbüros mit Metallbauplanung sowie Facility-Management und Großprojekte im Hochbau und Industriebau

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung zum Metallbauer oder ein anerkannter gleichwertiger Berufsabschluss ist erforderlich. Zusätzlich werden mindestens 5 Jahre Berufspraxis im einschlägigen Handwerk gefordert, davon können bis zu 3 Jahre durch kaufmännische Tätigkeit ersetzt werden. Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt bei der zuständigen Handwerkskammer.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du erwirbst tiefgehendes Wissen in Konstruktion, statischen Berechnungen und CAD-Anwendung für Metallbaukonstruktionen sowie in Mess- und Fertigungstechnik. Gleichzeitig erwerben Sie Kompetenzen in Betriebswirtschaft, Kalkulation, Personal- und Arbeitsschutzrecht sowie in moderner Digitalisierung und nachhaltigen Fertigungsmethoden im Metallbau.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Prüfungsteilen: Teil I (Praktische Meisterprüfung - Meisterstück), Teil II (Fachwissenstest), Teil III (Betriebswirtschafts- und Rechtskunde) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik). Die Prüfungsteile I und II sind spezifisch für das Metallbauerhandwerk, die Teile III und IV sind bundeseinheitlich standardisiert.

Prüfungsthemen

  • Meisterstück: Konzeption und Ausführung einer komplexen Metallbaukonstruktion (z.B. Treppenkonstruktion, Fassadenelement oder Stahlkonstruktion)
  • Fachwissen: Konstruktion, statische Berechnungen, Fertigungstechnik, Oberflächenbehandlung, Normen und Vorschriften im Metallbau
  • Betriebswirtschaft und Recht: Kalkulation, Angebotserstellung, Personalwirtschaft, Arbeitsschutzrecht und Handwerksrecht
  • Berufs- und Arbeitspädagogik: Ausbildungsmethoden, Lernpsychologie und rechtliche Grundlagen der Ausbildertätigkeit

Karriere nach der Fortbildung

Nach erfolgreichem Abschluss kannst du einen eigenen Metallbaubetrieb gründen und führen oder als Meister in bestehenden Betrieben Führungspositionen übernehmen. Du erhältst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen und kannst dich als Sachverständiger oder Prüfer weiterqualifizieren. Zudem eröffnen sich Möglichkeiten im Projektmanagement, in der Werkstattleitung oder als technischer Leiter in größeren Unternehmen.

Förderung

Die Meisterfortbildung ist förderfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Hier können bis zu 75% der Lehrgangskosten als Darlehen und bis zu 40% als Zuschuss gewährt werden. Zusätzlich besteht Anspruch auf ein Unterhaltshaltsdarl.

Ratgeber

Der Metallbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 8 Monate, in Teilzeit rund 22 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 6.990 und 9.200 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Metallbauermeister durchschnittlich zwischen 3.700 und 4.700 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Metallbauermeister-Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Metallbauer oder ein anerkannter gleichwertiger Berufsabschluss. Zusätzlich werden mindestens 5 Jahre einschlägige Berufspraxis im Metallbauerhandwerk gefordert, wobei bis zu 3 Jahre davon durch eine kaufmännische Tätigkeit ersetzt werden können. Die genauen Zulassungsbedingungen regelt die zuständige Handwerkskammer.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für die Metallbauermeister-Fortbildung?
Die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind bis zu 15.000 Euro als Maßnahmenbeitrag förderbar, von denen ein Teil als Zuschuss und ein Teil als zinsgünstiges Darlehen gewährt wird. Bei erfolgreichem Abschluss werden zudem 50 Prozent des noch offenen Darlehens erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach dem Metallbauermeister?
Mit dem Metallbauermeister kannst du einen eigenen Metallbaubetrieb gründen und führen oder in bestehenden Betrieben Führungspositionen übernehmen. Du erhältst die Ausbildungsberechtigung und darfst Lehrlinge ausbilden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich als Sachverständiger oder Prüfer bei der Handwerkskammer zu qualifizieren.
Berechtigt der Metallbauermeister zum Studium?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen Bundesländern als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und ermöglicht damit ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ohne zusätzliches Abitur. Besonders relevante Studiengänge sind etwa Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau oder Betriebswirtschaft. Einige Hochschulen bieten zudem spezielle Anrechnungsmodelle an, bei denen Inhalte der Meisterausbildung auf das Studium angerechnet werden können.