Der Elektromaschinenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung im Handwerk, die Elektromaschinenbauer zur Übernahme von Führungsaufgaben und zur Selbstständigkeit qualifiziert. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Berechtigung, einen Betrieb zu gründen, zu leiten und Auszubildende auszubilden.
Dauer
12 Monate
oder 30 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
8.500–12.500 €
Gehalt danach
ab 4.400 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Elektromaschinenbauermeister leiten Sie einen Betrieb oder eine Abteilung, überwachen die Arbeit von Fachkräften und Auszubildenden, sind verantwortlich für Qualitätskontrolle und Kundenbeziehungen. Sie planen Projekte, kalkulieren Kosten, entscheiden über technische Lösungen und tragen Verantwortung für Budgeteinhaltung und Rentabilität. Zudem vertreten Sie den Betrieb nach außen gegenüber Kunden und Behörden.
Betriebe des Elektromaschinenbaus, Industrieunternehmen mit Elektromaschinenabteilungen, Hersteller von Elektromotoren und Generatoren, Antriebstechnik- und Automatisierungsunternehmen, Instandhaltungsabteilungen in der Industrie, Beratungs- und Engineeringfirmen, sowie selbstständige Meisterbetriebe.
Erfolgreicher Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung (Elektromaschinenbauer) und mindestens 3 Jahre Berufspraxis in diesem Beruf. Alternativ können Sie mit einschlägiger Berufserfahrung ohne formale Ausbildung unter bestimmten Bedingungen zur Prüfung zugelassen werden. Ein Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss ist erforderlich.
Sie erwerben tiefgreifende Kenntnisse in elektrotechnischen Systemen, Motorentechnik und Schaltanlagen, Betriebswirtschaft, Personalführung und Arbeitsrecht. Die Fortbildung vermittelt Fähigkeiten in Projektmanagement, Kostenrechnung, Qualitätsmanagementsystemen und modernen Fertigungstechnologien. Ausbildungspädagogik befähigt Sie, Lehrlinge fachgerecht auszubilden.
Die Meisterprüfung findet vor der zuständigen Handwerkskammer (HWK) statt und besteht aus vier Teilen: Teil I (Praktische Prüfung), Teil II (Theoretische Fachprüfung), Teil III (Betriebswirtschaft und Unternehmensführung) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik). Die Prüfung erstreckt sich über mehrere Tage und kombiniert praktische und schriftliche Elemente.
Prüfungsthemen
Nach Abschluss können Sie einen eigenen Betrieb gründen und als Unternehmer tätig sein, in Mittelbetrieben und Großunternehmen Führungspositionen wie Schichtleiter oder Betriebsleiter übernehmen, Auszubildende eigenverantwortlich ausbilden und damit das Handwerk weitergeben, oder in Beratung und Planung für technische Projekte tätig werden.
Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, sog. Meister-BAföG) förderfähig. Unter bestimmten Einkommensgrenzen können Teilnehmende Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen erhalten.
Ratgeber
Der Elektromaschinenbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 30 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 8.500 und 12.500 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Elektromaschinenbauermeister durchschnittlich zwischen 4.400 und 5.600 Euro brutto monatlich.
Orgel- und Harmoniumbauermeister
Der Orgel- und Harmoniumbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk. Sie befähigt zur Betriebsführung, Ausbildung von Lehrlingen und zur Selbstständigkeit in diesem spezialisierten Handwerk.
Installateur- und Heizungsbauermeister
Der Installateur- und Heizungsbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute zum Leiter von Betrieben oder Betriebsteilen im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk befähigt. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Befähigung zur Betriebsgründung, Mitarbeiterverwaltung und Ausbildung von Lehrlingen.
Elektrotechnikermeister
Der Elektrotechnikermeister ist eine staatlich anerkannte Aufstiegsfortbildung des Handwerks, die Elektrofachkräfte zu Führungs- und Unternehmertätigkeiten befähigt. Mit diesem Abschluss können Absolventinnen und Absolventen Betriebe leiten, Fachkräfte ausbilden und sich selbstständig machen.
Maler- und Lackierermeister
Der Maler- und Lackierermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Fachkräfte befähigt, einen Betrieb zu leiten, Mitarbeiter auszubilden und komplexe Projekte im Maler- und Lackierhandwerk zu verantworten. Mit dieser Qualifikation können Absolventen eigenverantwortlich ein Handwerksunternehmen gründen und führen.