Der Feinwerkmechanikermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Fachkräfte zur Leitung von Betrieben oder Betriebsteilen qualifiziert. Sie befähigt zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Gründung eines eigenen Handwerksbetriebs im Feinwerkmechanikerhandwerk.
Dauer
8 Monate
oder 21.5 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
7.990–12.932 €
Gehalt danach
ab 3.400 €
nach Abschluss
Prüfung
Meisterprüfung
Als Feinwerkmechanikermeister leitest du Fachkräfte und Lehrlinge an, planst und überwachst Fertigungsprozesse für hochpräzise mechanische Komponenten und Geräte. Du verantwortest die Qualitätskontrolle, Kostenoptimierung und die Einhaltung von Toleranzen sowie Produktionszeitpläne. Du kannst deinen eigenen Handwerksbetrieb gründen und führen.
Feinwerkmechanische Betriebe, Uhrenindustrie, medizintechnische Unternehmen, Mess- und Präzisionsinstrumentenhersteller, Maschinenbaubetriebe, Automobilzulieferer, optische Industrie, Zahnmedizinische Labore, Schmuck- und Besteckfertigung, sowie die eigene Betriebsgründung.
Abgeschlossene Berufsausbildung als FeinwerkmechanikerIn und mindestens 3 Jahre Berufspraxis im Feinwerkmechanikerhandwerk oder verwandten Bereichen. Alternativ: 6 Jahre Berufspraxis ohne abgeschlossene Ausbildung in diesem Handwerk. Hauptschulabschluss oder gleichwertiger Schulabschluss ist erforderlich.
Du vertiefst dein Wissen in Feinwerktechnik, CNC-Fertigungsprogrammierung, Metrologie und Toleranzmanagement. Du lernst Betriebsmanagement, Kalkulation, Personalführung, Ausbildungsmethodik und rechtliche Grundlagen des Handwerks. Schwerpunkte sind auch Qualitätssicherung, CAD-Konstruktion und die Führung moderner Fertigungsanlagen.
Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Teil I (Praktische Meisterprüfung), Teil II (Schriftliche Meisterprüfung Fachtheorie), Teil III (Schriftliche Betriebswirtschaft) und Teil IV (Schriftliche Berufs- und Arbeitspädagogik). Die Prüfung ist modular aufgebaut.
Prüfungsthemen
Nach dem Abschluss kannst du deinen eigenen Handwerksbetrieb gründen und betreiben, erhältst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen und übernahmst Führungspositionen in mittleren und größeren Betrieben. Du qualifizierst dich für Positionen als Werkstattleiter, Betriebsleiter oder technischer Leiter sowie für weitere Fortbildungen zum Betriebswirt oder Techniker.
Die Fortbildung ist Aufstiegs-BAföG-fähig. Teilnehmende können Förderung für Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie Unterhalt erhalten, sofern Einkommensgrenzen eingehalten werden.
Ratgeber
Der Feinwerkmechanikermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 8 Monate, in Teilzeit rund 21,5 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 7.990 und 12.932 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Feinwerkmechanikermeister durchschnittlich zwischen 3.400 und 4.960 Euro brutto monatlich.
Boots- und Schiffbauermeister
Der Boots- und Schiffbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung für qualifizierte Fachkräfte im Boots- und Schiffbau. Sie befähigt zur Führung eines Betriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Gründung eines eigenen Unternehmens im Boots- und Schiffbau.
Straßenbauermeister
Der Straßenbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung und eigenverantwortlichen Führung von Straßenbauprojekten befähigt. Nach erfolgreichem Abschluss darfst du Betriebe gründen, Mitarbeiter ausbilden und komplexe Straßenbauvorhaben leiten.
Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister
Der Rollladen- und Sonnenschutztechnikermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachkräfte zur Leitung von Betrieben und zur Ausbildung von Lehrlingen befähigt. Die Fortbildung vermittelt umfassendes Wissen in Planung, Montage, Wartung und Reparatur von Rollladensystemen und Sonnenschutzanlagen sowie in Betriebsführung und Unternehmensmanagement.
Behälter- und Apparatebauermeister
Der Behälter- und Apparatebauermeister ist eine handwerkliche Aufstiegsfortbildung, die Fachleute befähigt, Betriebe zu leiten und komplexe Behälter- und Apparatebauaufgaben zu planen und umzusetzen. Mit dieser Qualifikation können Absolventen Betriebe gründen, Fachkräfte ausbilden und Führungsverantwortung übernehmen.