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FachwirtWirtschaft & VerwaltungBBiG §53,54

Investment-Fachwirt

Der Investment-Fachwirt ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung für Finanzfachkräfte, die sich auf Investitionen und Vermögensmanagement spezialisieren möchten. Die Fortbildung befähigt zur Übernahme von Führungs- und Fachaufgaben in der Finanz- und Investmentbranche sowie zur Selbstständigkeit als unabhängiger Finanzberater.

Aufbauend auf: Bankkaufmann

Dauer

4 Monate

oder 24 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

2.000–6.000 €

Gehalt danach

ab 3.500 €

nach Abschluss

Prüfung

Fachwirtprüfung

Was machst du als Investment-Fachwirt?

Als Investment-Fachwirt analysierst und bewertest du Investitionsmöglichkeiten, entwickelst Anlagestrategien für Kunden und betreust deren Portfolios. Du übernimmst Leitungsaufgaben in Finanzunternehmen, berätst zu Vermögensaufbau und Kapitalanlage, und verantwortest die Einhaltung regulatorischer Vorgaben im Finanzsektor.

Wo arbeitest du?

Privatbanken, Geschäftsbanken, Sparkassen, Investmentgesellschaften und Vermögensverwaltungsgesellschaften, Versicherungsunternehmen mit Finanzvertrieb, Finanzberatungsunternehmen und unabhängige Finanzberater.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Finanzberuf (z.B. Bankkaufmann/frau, Kaufmann/frau für Versicherungen und Finanzen) oder vergleichbarer Ausbildung plus mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche. Teilweise werden auch 5 Jahre Berufserfahrung ohne anerkannte Ausbildung akzeptiert.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du lernst fundierte Kenntnisse in Investmentmärkten, Finanzinstrumenten, Risikomanagement und Portfoliotheorie. Dazu gehören Rechtskenntnisse im Finanzbereich, Steueroptimierung von Geldanlagen, Kundenberatungstechniken und betriebswirtschaftliche Managementkompetenzen für Führungsaufgaben.

Fachwirtprüfung & Abschluss

Die IHK-Prüfung besteht aus vier schriftlichen Prüfungsteilen (à 120 Minuten) und einer mündlichen Prüfung (ca. 30 Minuten). Die schriftlichen Teile decken Kernkompetenzen ab, die mündliche Prüfung prüft Fachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit in realitätsnahen Szenarien.

Prüfungsthemen

  • Investmentmärkte und Finanzinstrumente
  • Portfoliomanagement und Risikomanagement
  • Finanzrechtliche Regelungen und Compliance
  • Geschäftsbetrieb und Management von Finanzunternehmen

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss sind Aufstiegspositionen als Leiter/in Vermögensverwaltung, Investmentberater/in oder Portfoliomanager/in erreichbar. Du kannst dich als unabhängiger Finanzberater selbstständig machen, erhältst Ausbilderberechtigung für deine Mitarbeiter und kannst anspruchsvolle Führungspositionen in Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften übernehmen.

Förderung

Die Fortbildung ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig und kann mit Aufstiegs-BAföG unterstützt werden, mit Zuschüssen bis zu 75% der Lehrgangsgebühren.

Ratgeber

Der Investment-Fachwirt ist eine Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG, §§53–54), die von der IHK angeboten wird. Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 4 Monate, in Teilzeit rund 24 Monate; die Lehrgangskosten liegen zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Nach bestandener Prüfung erzielen Investment-Fachwirte durchschnittlich ein Bruttogehalt von 3.500 bis 5.500 Euro monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zulassung zur Investment-Fachwirt-Prüfung erfüllen?
In der Regel wird eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Finanzberuf – etwa als Bankkaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen – sowie mindestens drei Jahre einschlägige Berufserfahrung in der Finanzbranche vorausgesetzt. Alternativ können Bewerber ohne anerkannte Ausbildung zugelassen werden, wenn sie mindestens fünf Jahre nachgewiesene Berufspraxis im Finanzbereich vorweisen. Die genauen Zulassungsbedingungen legt die jeweils zuständige IHK fest.
Kann ich die Fortbildung zum Investment-Fachwirt finanziell fördern lassen?
Ja, die Fortbildung ist über das Aufstiegs-BAföG (früher: Meister-BAföG, geregelt im AFBG) förderungsfähig. Dabei können bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss gewährt werden, der nicht zurückgezahlt werden muss; der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Bei bestandener Prüfung wird zudem ein Teil des Darlehens erlassen. Zuständig für den Antrag ist das Amt für Ausbildungsförderung am Wohnort.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss als Investment-Fachwirt?
Mit dem Abschluss qualifizieren sich Absolventen für Führungs- und Spezialistenpositionen wie Leiter/in Vermögensverwaltung, Investmentberater/in oder Portfoliomanager/in in Banken, Fondsgesellschaften oder Versicherungsunternehmen. Darüber hinaus berechtigt der Abschluss zur Ausbildung eigener Nachwuchskräfte (Ausbildereignung nach AEVO). Eine Selbstständigkeit als unabhängiger Finanzberater ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch zusätzlich die entsprechenden gewerberechtlichen Zulassungen.
Ermöglicht der Investment-Fachwirt den Zugang zu einem Hochschulstudium?
Ja, in allen deutschen Bundesländern gilt ein IHK-Fachwirt-Abschluss als Nachweis der beruflichen Qualifikation und eröffnet den Zugang zu einem Hochschulstudium. Absolventen erhalten in der Regel eine fachgebundene oder – je nach Bundesland und Regelung – eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, die ein Studium an Fachhochschulen und teilweise auch an Universitäten ermöglicht. Eine konkrete Bestätigung der Anerkennungsmodalitäten sollte vorab bei der gewünschten Hochschule eingeholt werden.