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FachwirtWirtschaft & VerwaltungBBiG §53,54

Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung

Der Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung, die Fachkräfte zur Leitung und Weiterentwicklung von Präventions- und Gesundheitsförderungsprogrammen befähigt. Absolventinnen und Absolventen übernehmen Managementaufgaben in der betrieblichen und öffentlichen Gesundheitswirtschaft.

Dauer

3 Monate

oder 14 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

3.021–4.122 €

Gehalt danach

ab 3.300 €

nach Abschluss

Prüfung

Fachwirtprüfung

Was machst du als Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung?

Nach Abschluss leitest du Projekte zur Gesundheitsförderung und Prävention, entwickelst und implementierst Präventionskonzepte, führst Teams an und koordinierst zwischen verschiedenen Stakeholdern. Du verantwortest die Qualitätssicherung von Gesundheitsmaßnahmen, analysierst Gesundheitsrisiken und erarbeitest präventive Strategien auf betrieblicher oder institutioneller Ebene.

Wo arbeitest du?

Betriebliche Gesundheitsmanagement-Abteilungen großer Unternehmen, Krankenkassen (Aok, Techniker, Barmer), Berufsgenossenschaften, Public-Health-Einrichtungen, Gesundheitsämter, Wellness- und Fitnessstudios mit Schwerpunkt Prävention, Reha-Kliniken, Beratungs- und Trainingsunternehmen sowie NGOs im Gesundheitsbereich.

Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Gesundheits- oder Sozialberuf (z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Physiotherapeut, Sport- und Fitnesswissenschaftler, Sozialarbeiter) mit anschließender mindestens dreijähriger Berufspraxis oder vergleichbare berufliche Qualifikationen.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du lernst Grundlagen des Gesundheits- und Sozialmanagements, Epidemiologie und Gesundheitsförderungstheorie, Konzeptentwicklung und Projektmanagement, rechtliche Rahmenbedingungen (SGB, Präventionsgesetze), psychosoziale und betriebliche Aspekte der Prävention sowie Evaluation und Qualitätssicherung von Maßnahmen.

Fachwirtprüfung & Abschluss

Die IHK-Fachwirtprüfung besteht aus vier schriftlichen Prüfungsteilen (je 120 Minuten) sowie einer mündlichen Prüfung (Präsentation und Fachgespräch). Die Prüfung wird von der zuständigen IHK durchgeführt.

Prüfungsthemen

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement und Organisationsentwicklung
  • Epidemiologie, Prävention und Gesundheitsförderung
  • Psychosoziale Grundlagen und Gesundheitskommunikation
  • Projektmanagement, Qualitätssicherung und rechtliche Rahmenbedingungen

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss eröffnen sich Positionen als Leiter von Gesundheitsförderungsprogrammen, Betriebliche Gesundheitsmanager, Projektmanager bei Krankenkassen oder öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Du kannst in Führungsverantwortung gehen, dich mit einem eigenen Beratungs- oder Trainingsunternehmen selbstständig machen oder in strategische Rollen bei Präventionsanbietern aufsteigen.

Förderung

Förderfähig über Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG): Zuschüsse bis 50% der Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltsstipendium möglich.

Ratgeber

Der Fachwirt für Prävention und Gesundheitsförderung ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG §53, 54). Der Vollzeitlehrgang dauert rund 3 Monate, in Teilzeit etwa 14 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 3.021 und 4.122 Euro. Nach bestandener Prüfung erzielen Absolventen ein durchschnittliches Bruttogehalt von 3.300 bis 4.200 Euro monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zulassung zur Fortbildung erfüllen?
Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Gesundheits- oder Sozialberuf, etwa als Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Physiotherapeut, Sport- und Fitnesswissenschaftler oder Sozialarbeiter. Zusätzlich wird eine mindestens dreijährige einschlägige Berufspraxis nach der Ausbildung verlangt. Alternativ können auch andere Qualifikationswege zur Zulassung führen, was die zuständige IHK im Einzelfall prüft.
Gibt es staatliche Förderung für diese Fortbildung?
Ja, die Fortbildung ist über das Aufstiegs-BAföG (früher bekannt als Meister-BAföG) förderungsfähig. Gefördert werden bis zu 15.000 Euro der Lehrgangs- und Prüfungskosten, wovon ein Teil als Zuschuss und ein Teil als zinsgünstiges Darlehen gewährt wird. Wer die Abschlussprüfung besteht, erhält zusätzlich einen Erlass von 50 Prozent des noch offenen Darlehensbetrags. Die Förderung wird beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung beantragt.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach dem Abschluss?
Absolventen können Führungspositionen als Leiter von Gesundheitsförderungsprogrammen, als betriebliche Gesundheitsmanager oder als Projektmanager bei Krankenkassen und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen übernehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich mit einem eigenen Beratungs- oder Trainingsunternehmen selbstständig zu machen. Mit dem Abschluss ist zudem die Ausbildereignung (AdA) anerkennungsfähig, sodass man selbst Auszubildende betreuen darf.
Berechtigt dieser Abschluss zum Studium an einer Hochschule?
Ja, der IHK-Fachwirt-Abschluss eröffnet in der Regel den Zugang zu einem Hochschulstudium. In allen Bundesländern gilt ein bestandener Fachwirt-Abschluss als Grundlage für die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung, in vielen Ländern sogar für die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Konkrete Regelungen variieren je nach Bundesland und Hochschule, weshalb eine direkte Nachfrage bei der gewünschten Hochschule empfohlen wird.