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MeisterHandwerk & BauHwO

Installateur- und Heizungsbauermeister

Der Installateur- und Heizungsbauermeister ist eine Handwerksmeister-Fortbildung, die Fachleute zum Leiter von Betrieben oder Betriebsteilen im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk befähigt. Mit diesem Abschluss erhalten Sie die Befähigung zur Betriebsgründung, Mitarbeiterverwaltung und Ausbildung von Lehrlingen.

Dauer

12 Monate

oder 27 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

6.420–10.690 €

Gehalt danach

ab 4.100 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Installateur- und Heizungsbauermeister?

Als Installateur- und Heizungsbauermeister leiten Sie Ihren eigenen Betrieb oder arbeiten als Betriebsleiter und verantworten Planung, Kalkulation und Qualitätskontrolle komplexer Installationen und Heizungsanlagen. Sie führen Mitarbeiter, akquirieren Aufträge, kommunizieren mit Kunden und Planern und tragen Verantwortung für die Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb.

Wo arbeitest du?

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Betriebe, Installationsfirmen, Gebäudetechnik-Unternehmen, Energieberatungs- und Planungsbüros, Wohnungsgenossenschaften, Facility-Management-Unternehmen, größere Handwerksbetriebe als leitender Meister oder Betriebsleiter sowie die Möglichkeit der Selbstständigkeit mit eigenem Meisterbetrieb

Voraussetzungen

Erforderlich ist ein erfolgreich abgeschlossenes Ausbildungsverhältnis als Installateur und Heizungsbauer oder eine als gleichwertig anerkannte Berufsqualifikation sowie mindestens 3 Jahre Berufspraxis nach Abschluss der Ausbildung (für Befreiungen können Zeiten verkürzt werden).

Was lernst du in der Fortbildung?

Sie eignen sich tiefgehendes Wissen in Heizungs-, Wasser- und Sanitärtechnik an, erlernen Projektplanung, Kostenrechnung und Betriebswirtschaft für Handwerksbetriebe. Ferner werden Ihnen Arbeitssicherheit, Energieeffizienz, moderne Technologien (Wärmepumpen, Solaranlagen) sowie Führungs- und Ausbilderkompetenzen vermittelt.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Prüfung wird von der Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Meisterstück (praktische Arbeit), Klausurarbeit (Fachtheorie), praktische Prüfung an Kundenaufträgen und schriftliche/mündliche Prüfung in Betriebswirtschaft, Recht und Arbeitssicherheit. Mindestens 70% müssen bestanden sein, um die Meisterurkunde zu erhalten.

Prüfungsthemen

  • Heizungs-, Wasser- und Sanitärtechnik (Planung, Dimensionierung, Installation)
  • Energieeffiziente Systeme (Wärmepumpen, Solarthermie, Brennwerttechnik)
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation, Preisgestaltung und Personalwirtschaft
  • Arbeitssicherheit, Unfallverhütung, Umweltschutz und rechtliche Bestimmungen

Karriere nach der Fortbildung

Nach dem Abschluss können Sie Ihren eigenen Handwerksbetrieb gründen und sind befähigt, sich in die Handwerksrolle eintragen zu lassen. Sie qualifizieren sich für Führungspositionen in größeren Betrieben, erhalten Ausbildereignung und können leitende Funktionen in Installateurverbänden übernehmen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, technische Innovationen zu implementieren und Spezialisierungen (z.B. Solarthermie, Smart Home) zu entwickeln.

Förderung

Die Fortbildung ist nach AFBG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz / Meister-BAföG) förderfähig. Teilnehmer können Zuschüsse für Kurs- und Prüfungsgebühren sowie bedarfsabhängige Unterhaltszuschüsse und Darlehen erhalten.

Ratgeber

Der Installateur- und Heizungsbauermeister ist eine Aufstiegsfortbildung nach der Handwerksordnung (HwO). Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 12 Monate, in Teilzeit rund 27 Monate, die Lehrgangskosten liegen zwischen 6.420 und 10.690 Euro. Nach bestandener Meisterprüfung verdienen Installateur- und Heizungsbauermeister durchschnittlich zwischen 4.100 und 5.000 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um den Installateur- und Heizungsbauermeister zu machen?
Voraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Ausbildungsverhältnis als Installateur und Heizungsbauer oder eine gleichwertig anerkannte Berufsqualifikation. Darüber hinaus sind mindestens drei Jahre Berufspraxis nach dem Ausbildungsabschluss nachzuweisen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Anrechnungs- oder Befreiungsregelungen die erforderlichen Zeiten verkürzen.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Installateur- und Heizungsbauermeister?
Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung wird über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem AFBG gefördert. Dabei können bis zu 15.000 Euro als Maßnahmekosten bezuschusst werden, wovon ein Teil als nicht rückzahlbarer Zuschuss und der Rest als zinsgünstiges Darlehen gewährt wird. Zusätzlich besteht bei erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit eines Darlehensteilerlass von 50 Prozent. Weitere Förderungen können über die Agentur für Arbeit oder regionale Programme verfügbar sein.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Installateur- und Heizungsbauermeister?
Mit dem Meistertitel können Absolventen einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und sich in die Handwerksrolle eintragen lassen. Gleichzeitig qualifiziert der Abschluss für Führungspositionen in größeren Betrieben sowie für leitende Funktionen in Installateurverbänden. Die automatisch enthaltene Ausbildereignung (AdA) berechtigt zudem dazu, selbst Auszubildende zu betreuen und auszubilden.
Kann ich mit dem Installateur- und Heizungsbauermeister studieren?
Ja, der Meisterabschluss berechtigt in Deutschland bundesweit zum Studium an Fachhochschulen und in den meisten Bundesländern auch an Universitäten, ohne dass ein schulisches Abitur erforderlich ist. Damit gilt der Meistertitel als volle Hochschulzugangsberechtigung. Besonders interessant sind Studiengänge wie Energie- und Gebäudetechnik, Versorgungstechnik oder Betriebswirtschaft, die das handwerkliche Fachwissen akademisch vertiefen.