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Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister

Die Aufstiegsfortbildung zum Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister ist eine handwerkliche Meisterqualifikation, die auf der abgeschlossenen Berufsausbildung aufbaut. Sie befähigt zur Führung eines eigenen Betriebs, zur Ausbildung von Lehrlingen und zur Übernahme von Leitungsaufgaben in der kunsthandwerklichen Holzbearbeitung und Spielzeugherstellung.

Dauer

12 Monate

oder 30 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

3.000–5.500 €

Gehalt danach

ab 3.000 €

nach Abschluss

Prüfung

Meisterprüfung

Was machst du als Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister?

Du leitest einen Drechslerei-, Elfenbeinschnitzer- oder Holzspielzeugmacherbetrieb und trägst Verantwortung für Produktion, Qualität und Geschäftstätigkeit. Du schulst und betreust Lehrlinge in der Berufsausbildung und entwickelst innovative Designs sowie Fertigungstechniken. Zudem kümmerst du dich um Kundenbeziehungen, Materialverwaltung und die technische sowie betriebswirtschaftliche Optimierung deines Handwerksbetriebs.

Wo arbeitest du?

Handwerkliche Drechslereien und Spielzeugmanufakturen, kunsthandwerkliche Betriebe, Restaurierungswerkstätten, Möbelherstellung mit Drechselelementen, Museumshandwerk, Tourismushandwerk, Handwerksbetriebe in ländlichen Regionen und künstlerische Werkstätten. Der überwiegende Teil der Absolventen gründet einen eigenen Betrieb.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein anerkannter Berufsabschluss als Drechsler, Elfenbeinschnitzer oder Holzspielzeugmacher oder ein ähnlicher Handwerksabschluss. Zusätzlich wird in der Regel mindestens drei Jahre Berufserfahrung in der einschlägigen Tätigkeit verlangt. Für die Zulassung zur Meisterprüfung müssen die entsprechenden Vorqualifikationen nachgewiesen werden.

Was lernst du in der Fortbildung?

Du vertiefst dein handwerkliches Wissen in Dreharbeiten, Schnitzarbeiten und Spielzeugdesign sowie moderne CAD- und Fertigungstechniken. Im betriebswirtschaftlichen Teil lernst du Betriebsführung, Kalkulation, Marketing, Personalmanagement und rechtliche Grundlagen. Zusätzlich vermittelst du dir pädagogische Kompetenzen für die Ausbildung von Lehrlingen und erweiterst dein Wissen in Materialwissenschaften, Oberflächenbehandlung und künstlerischer Gestaltung.

Meisterprüfung & Abschluss

Die Meisterprüfung wird von der zuständigen Handwerkskammer durchgeführt und besteht aus vier Teilen: Teil I und II (Praktische und Theoretische Meisterprüfung in der Fachrichtung), Teil III (Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Recht) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik). Die Prüfung umfasst schriftliche, praktische und mündliche Elemente.

Prüfungsthemen

  • Drechslertechniken, Schnitzarbeiten und Spielzeugherstellung
  • Materialwissenschaften und Oberflächenbehandlung
  • Betriebswirtschaft, Kalkulation und Geschäftsbuchführung
  • Arbeitsrecht, Tarifrecht und Berufsausbildung

Karriere nach der Fortbildung

Nach bestandener Meisterprüfung kannst du einen eigenen Handwerksbetrieb gründen und führen oder in einen bestehenden Betrieb als Meister bzw. Betriebsleiter einsteigen. Du erhältst die Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen und kannst dich als Sachverständiger in deinem Fachbereich betätigen. Perspektiven liegen auch in der künstlerischen Spezialisierung, in der Entwicklung von Nischenprodukten oder in der Übernahme von Leitungsaufgaben in größeren Handwerksbetrieben.

Förderung

Die Fortbildung ist grundsätzlich nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, "Meister-BAföG") förderungsfähig. Abhängig vom Einkommen und Vermögen können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltszuschüsse gefördert werden.

Ratgeber

Wer die Meisterprüfung als Drechsler, Elfenbeinschnitzer oder Holzspielzeugmacher ablegt, leitet einen entsprechenden Handwerksbetrieb, entwickelt eigene Designs und Fertigungstechniken und bildet Lehrlinge aus. Der Lehrgang nach der Handwerksordnung dauert in Vollzeit 12, in Teilzeit bis zu 30 Monate und kostet zwischen 3.000 und 5.500 Euro. Anschließend sind etwa 3.000 Euro Gehalt üblich.

Häufige Fragen

Was kostet die Fortbildung zum Drechsler-(Elfenbeinschnitzer-) und Holzspielzeugmachermeister?
Die Lehrgangskosten liegen typischerweise zwischen 3.000 und 5.500 Euro. Die Fortbildung ist grundsätzlich nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, "Meister-BAföG") förderungsfähig. Abhängig vom Einkommen und Vermögen können Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltszuschüsse gefördert werden.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um zur Meisterprüfung zugelassen zu werden?
Voraussetzung ist ein anerkannter Berufsabschluss als Drechsler, Elfenbeinschnitzer oder Holzspielzeugmacher oder ein vergleichbarer Handwerksabschluss. Zusätzlich wird in der Regel eine mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung nach der Ausbildung verlangt. Die genauen Zulassungsbedingungen regelt die zuständige Handwerkskammer.
Gibt es staatliche Förderungsmöglichkeiten für diese Meisterfortbildung?
Ja, die Fortbildung kann über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG) nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) gefördert werden. Dabei sind Zuschüsse von bis zu 50 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungskosten sowie zinsgünstige Darlehen möglich. Bei erfolgreichem Abschluss können zusätzlich 50 Prozent des verbleibenden Darlehensteils erlassen werden.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnen sich nach der Meisterprüfung?
Mit dem Meisterbrief bist du berechtigt, einen eigenen Handwerksbetrieb im zulassungspflichtigen Handwerk selbstständig zu führen und in die Handwerksrolle einzutragen. Du erhältst außerdem die Ausbildereignung und kannst Lehrlinge ausbilden. Darüber hinaus stehen dir Positionen als Betriebsleiter oder Führungskraft in bestehenden Betrieben sowie eine Tätigkeit als öffentlich bestellter Sachverständiger offen.
Ermöglicht der Meisterabschluss den Zugang zu einem Hochschulstudium?
Ja, der Meisterabschluss gilt in allen deutschen Bundesländern als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und berechtigt damit zum Studium an Fachhochschulen und Universitäten. Ein vorhandenes Abitur ist dafür nicht erforderlich. Besonders naheliegend sind Studiengänge in den Bereichen Holztechnik, Design, Betriebswirtschaft oder Pädagogik.