Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung
Der Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung, die Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen zu Führungs- und Managementaufgaben befähigt. Absolventen können medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen, Zahnarztpraxen und ambulante Pflegedienste eigenverantwortlich leiten und wirtschaftlich steuern.
Dauer
3 Monate
oder 20 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
2.500–4.000 €
Gehalt danach
ab 2.800 €
nach Abschluss
Prüfung
Fachwirtprüfung
Was machst du als Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung?
Du übernimmst Führungsverantwortung in ambulanten medizinischen Einrichtungen und managst Geschäftsprozesse, Personal sowie Finanzen. Du entwickelst Strategien zur Patientenversorgung, organisierst Abläufe, führst Teams und stellst Qualitätsstandards sicher. Darüber hinaus verantwortest du Budgetplanung, Abrechnungswesen und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Wo arbeitest du?
Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Kieferorthopädische Praxen, Ambulante Pflegedienste, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Therapiepraxen (Physiotherapie, Logopädie), Sanitätshäuser, Gesundheitszentren, Private Kliniken mit ambulanten Abteilungen
Voraussetzungen
Du benötigst einen anerkannten Berufsabschluss in einem medizinischen oder pflegerischen Ausbildungsberuf (z.B. Medizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Fachangestellte, Krankenpfleger, Altenpfleger) sowie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung. Alternativ wird eine dreijährige Berufserfahrung ohne anerkannten Abschluss akzeptiert.
Was lernst du in der Fortbildung?
Du erwirbst Kompetenzen in der Betriebswirtschaft, Personalwirtschaft und Qualitätsmanagement im Kontext der ambulanten medizinischen Versorgung. Die Ausbildung vermittelt dir Kenntnisse in Gesundheitsrecht, Abrechnung und Kodierung, Patientenmanagement sowie digitale Systeme im Gesundheitswesen. Du lernst auch, Projekte zu leiten und dich mit medizinischen und pflegerischen Fachfragen auseinanderzusetzen.
Fachwirtprüfung & Abschluss
Die Fachwirtprüfung wird von der IHK durchgeführt und besteht typischerweise aus einer schriftlichen Prüfung (Multiple Choice und Fallbearbeitung) sowie einer mündlichen Prüfung (Präsentation und Fachgespräch). Die Gesamtdauer der Prüfung umfasst mindestens 8-10 Stunden verteilt auf mehrere Tage.
Prüfungsthemen
- Gesundheitspolitik, Gesundheitssystem und Organisation der ambulanten medizinischen Versorgung
- Betriebswirtschaft und Finanzmanagement in medizinischen Einrichtungen
- Personalmanagement und Führungskompetenz
- Qualitätsmanagement, Recht, Abrechnung und Kodierung im Gesundheitswesen
Karriere nach der Fortbildung
Nach dem Abschluss qualifizierst du dich für Managementpositionen in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, ambulanten Pflegediensten und medizinischen Versorgungszentren. Du kannst eine eigene Praxis eröffnen, Berechtigung als Ausbilder erlangen oder in Gesundheitsorganisationen in leitender Funktion tätig werden. Der Abschluss eröffnet dir auch den Zugang zu Studiengängen im Gesundheitsmanagement.
Förderung
Diese Fortbildung ist förderfähig durch das Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG), das Zuschüsse zu Lehrgangsgebühren und Prüfungsgebühren sowie Unterhaltsbeihilfe bietet.
Ratgeber
Der Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung berechtigt zur Führungsverantwortung in ambulanten Einrichtungen, etwa im Management von Geschäftsprozessen, Personal, Abrechnungswesen und gesetzlichen Vorgaben. Die Fortbildung nach BBiG §53/54 dauert in Vollzeit 3, in Teilzeit 20 Monate und kostet zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Danach sind rund 2.800 Euro Gehalt üblich, mit Entwicklungspotenzial in der Praxisleitung.
Häufige Fragen
Was kostet die Fortbildung zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung?
Welche Voraussetzungen muss ich für die Fortbildung zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung erfüllen?
Gibt es finanzielle Förderung für diese Fortbildung?
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss als Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung?
Berechtigt der Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung zum Hochschulzugang?
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