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Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik

Die Fachkraft für Metalltechnik in der Fachrichtung Konstruktionstechnik stellt metallische Konstruktionen und Baugruppen nach technischen Zeichnungen her. Der Beruf verbindet handwerkliches Geschick mit technischem Verständnis für Werkstoffe, Maßtoleranzen und Fertigungsverfahren. Er eignet sich für Menschen, die gerne präzise mit Metall arbeiten und technische Zeichnungen lesen und umsetzen wollen.

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Azubi-Gehalt

620–900 €

pro Monat

Einstiegsgehalt

ab 2.200 €

nach der Ausbildung

Prüfung

IHK-Abschluss

Was machst du als Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik?

Morgens beginnt die Arbeit mit der Durchsicht von Fertigungsaufträgen und technischen Zeichnungen in CAD-Formaten (z. B. AutoCAD oder SolidWorks). Anhand der Zeichnungen werden Werkstoffe wie Stahlbleche, Profile oder Rohre zugeschnitten – mit Bandsägen, Winkelschleifern, Plasma- oder Autogenschneidanlagen. Dann folgt das Anreißen, Körnen und Anpassen der Einzelteile nach vorgegebenen Maßen und Toleranzen. Nachmittags stehen Fügeprozesse im Vordergrund: Bauteile werden durch MAG-Schweißen, MIG-Schweißen oder Schutzgasschweißen zusammengefügt, Schraubenverbindungen und Bolzenkonstruktionen montiert. Anschließend werden Schweißnähte nachbearbeitet (Schleifen, Entgraten), Maßprüfungen mit Messschiebern, Winkeln und Messuhren durchgeführt und Qualitätsprotokolle erstellt. Die Arbeit findet überwiegend in Metallbauwerkstätten oder auf Montageflächen statt. Zusammengearbeitet wird eng mit Konstrukteuren, Meistern und Qualitätsprüfern. Typische Aufgaben sind die Herstellung von Stahlrahmen für Maschinen sowie die Montage von Förderbandgestellen.

Wo arbeitest du?

Fachkräfte für Metalltechnik – Konstruktionstechnik arbeiten vor allem in Stahlbau- und Metallbaubetrieben (KMU), Maschinenbauunternehmen, Anlagenbauern und Schlossereien. Bekannte Arbeitgeber sind Unternehmen wie Bilfinger, Klöckner Metals, regionale Stahl- und Metallbaubetriebe sowie Zulieferer der Automobil- und Energiebranche. Der Bereich ist überwiegend handwerklich und mittelständisch geprägt. In vielen Regionen Deutschlands besteht ein deutlicher Fachkräftemangel, insbesondere für qualifizierte Schweißer und Konstruktionsfacharbeiter.

Voraussetzungen

Ein Hauptschulabschluss reicht formal, viele Betriebe bevorzugen jedoch einen Realschulabschluss, da technische Zeichnungen und Berechnungen solide Mathekenntnisse erfordern. Besonders wichtig sind Mathematik - Geometrie, Dreisatz, Toleranzrechnung -, Physik für Kräfte und Werkstoffe sowie Technik. Wer diesen Beruf wählt, braucht räumliches Vorstellungsvermögen zum Lesen technischer Zeichnungen, handwerkliches Geschick, Konzentrationsfähigkeit und Sorgfalt bei präzisen Maßangaben. Ausdauer bei körperlicher Arbeit, Belastbarkeit gegenüber Lärm, Hitze und Metallstaub sowie Teamfähigkeit und ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein sind ebenfalls unverzichtbar.

Was lernst du in der Ausbildung?

Im 1. Lehrjahr werden metalltechnische Grundlagen vermittelt: Werkstoffkunde (Stahl, Aluminium, Edelstahl), Handwerkzeuge (Feilen, Sägen, Bohren), Grundlagen des Messens und Prüfens sowie Lesen einfacher technischer Zeichnungen. Erste Schweißübungen mit Elektrode und MAG-Brenner ergänzen die Grundausbildung. Im 2. Lehrjahr vertiefen sich die Kenntnisse in spanender Bearbeitung (Drehen, Fräsen an konventionellen Maschinen), Fügetechniken und Wärmebehandlung von Metallen. Die Fachrichtung Konstruktionstechnik rückt nun in den Vordergrund: Stahlbaukonstruktionen, Verbindungstechniken, Korrosionsschutz und Oberflächenbehandlung werden praxisnah erarbeitet. Diese Ausbildung unterscheidet sich vom Metallbauer durch kürzere Ausbildungsdauer (2 Jahre) und stärkere Fokussierung auf standardisierte Fertigungsaufgaben. Im Vergleich zum Industriemechaniker entfällt die Instandhaltung komplexer Maschinen.

MetalltechnologieTechnisches Zeichnen / CADMathematik / FachrechnenWirtschafts- und SozialkundeWerkstoffkunde

IHK-Prüfung & Abschluss

Die Ausbildung schließt mit einer gestreckten Abschlussprüfung in zwei Teilen ab. Teil 1 findet gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres statt, etwa im 12. bis 14. Monat: praktisch die Herstellung eines einfachen Werkstücks durch Messen, Anreißen, Feilen, Sägen und Bohren (ca. 180 Minuten) sowie schriftlich Werkstoffkunde, Mess- und Prüftechnik und Grundlagen der Metalltechnik (ca. 60 Minuten), zusammen mit 25 Prozent gewichtet. Teil 2 am Ende des zweiten Ausbildungsjahres besteht aus einer praktischen Arbeitsaufgabe zur Herstellung einer Stahlkonstruktion oder Baugruppe (300 bis 360 Minuten, 50 Prozent) sowie schriftlich Konstruktionstechnik (ca. 90 Minuten, 15 Prozent) und Wirtschafts- und Sozialkunde (ca. 60 Minuten, 10 Prozent). Die Gesamtpunktzahl muss mindestens 50 Prozent betragen, kein schriftlicher Bereich darf unter 30 Prozent liegen; auf Antrag kann ein mündliches Fachgespräch ergänzend stattfinden.

Prüfungsthemen

  • Herstellen von Stahlkonstruktionen und Baugruppen nach technischer Zeichnung
  • Fügetechniken: MAG-/MIG-Schweißen, Schraubenverbindungen
  • Messen und Prüfen mit Messschieber, Winkeln, Lehren
  • Werkstoffkunde: Stahl, Aluminium, Edelstahl, Korrosionsschutz
  • Lesen und Anwenden technischer Zeichnungen und Stücklisten
  • Arbeitssicherheit und Unfallverhütung in der Metallverarbeitung
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Karriere nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung bieten sich zunächst Positionen als Facharbeiter in Metallbau- oder Stahlbaubetrieben an. Für eine Höherqualifikation empfiehlt sich der Metallbauer-Gesellenbrief als Aufstieg über Umschulungs- oder Ergänzungsmodule. Konkrete Weiterbildungswege sind: - Industriemeister Metall (IHK) – Führungsposition als Meister oder Vorarbeiter - Techniker Fachrichtung Metalltechnik (staatl. geprüft) – technische Leitungsaufgaben - Fachwirt Produktionsmanagement (IHK) - Bachelor of Engineering Maschinenbau oder Fertigungstechnik (über Abendstudium oder FH) Nach 5–10 Jahren sind Positionen wie Gruppenleiter, Fertigungsleiter oder technischer Projektleiter realistisch. Das Gehalt steigt von ca. 2.200 EUR brutto auf 3.200–4.000 EUR brutto bei Meister- oder Technikerqualifikation. Spezialisierungen sind Schweißtechnik (DVS-Schein), Korrosionsschutz oder CNC-Technik.

Bewerbungstipps

Zwischen Oktober und Februar, also 12 bis 18 Monate vor dem Start im September, sollte die Bewerbung eingehen. Anschreiben mit Bezug auf handwerkliches Interesse und Metallaffinität, tabellarischer Lebenslauf, letztes Zeugnis und eventuelle Praktikumsnachweise gehören in die Mappe. Viele Betriebe führen einen IHK-Einstellungstest oder einen eigenen technischen Test durch, der Grundrechenarten, Geometrie, räumliches Denken und technisches Verständnis abprüft. Praktische Erfahrungen wie ein Metallpraktikum, Schülerpraktikum oder Modellbau, Sicherheitsbewusstsein und Pünktlichkeit sowie selbst gefertigte Werkstücke heben Bewerber im Gespräch deutlich ab.

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Ratgeber

Nach technischer Zeichnung schneiden Fachkräfte für Metalltechnik der Fachrichtung Konstruktionstechnik Bleche und Profile mit Bandsäge oder Plasmaschneidanlage zu, fügen Bauteile durch MAG- oder MIG-Schweißen und prüfen Maße mit Messschieber und Messuhr. Die zweijährige Ausbildung nach BBiG wird mit 620 bis 900 Euro vergütet, der Einstieg danach liegt bei etwa 2.200 Euro. Die Arbeit findet überwiegend in Metallbauwerkstätten oder auf Montageflächen statt.

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt als Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik liegt bei etwa 620–900 Euro pro Monat. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.200 Euro monatlich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik?
Die duale Ausbildung zum Fachkraft für Metalltechnik - Fachrichtung Konstruktionstechnik dauert regulär 2 Jahre. In dieser Zeit wechselst du zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb.
Welche Fachrichtungen gibt es bei der Fachkraft für Metalltechnik?
Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik ist in mehrere Fachrichtungen unterteilt: Konstruktionstechnik, Umform- und Drahttechnik, Zerspanungstechnik sowie Montagetechnik. In der Fachrichtung Konstruktionstechnik liegt der Schwerpunkt auf der Bearbeitung, Verbindung und Formgebung von Metallbauteilen und -konstruktionen.
Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik benötigt?
Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen viele Betriebe Bewerber mit einem Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss ein. Gute Noten in Mathematik und Physik sowie handwerkliches Geschick werden von den meisten Ausbildungsbetrieben erwartet.
In welchen Branchen und bei welchen Arbeitgebern kann man als Fachkraft für Metalltechnik arbeiten?
Fachkräfte für Metalltechnik in der Fachrichtung Konstruktionstechnik arbeiten vor allem in der Metall- und Stahlindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Fahrzeugbau. Typische Arbeitgeber sind Schlossereien, Metallbaubetriebe, Fertigungsunternehmen und Industriebetriebe, die metallische Konstruktionen und Baugruppen herstellen.
Welche Weiterbildungs- oder Studienmöglichkeiten bestehen nach der Ausbildung?
Nach der Ausbildung ist eine Weiterqualifizierung zum Konstruktionsmechaniker oder zum Industriemechaniker durch eine verkürzte Folgeausbildung möglich. Darüber hinaus können Absolventen die Meisterprüfung im Metallhandwerk anstreben oder über den zweiten Bildungsweg und Aufstiegsfortbildungen wie den Techniker oder Meister in eine leitende Fachkraft aufsteigen. Mit Fachhochschulreife ist auch ein Studium im Bereich Maschinenbau oder Fertigungstechnik möglich.

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