Rechtsfachwirt
Der Rechtsfachwirt ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung für Fachkräfte aus rechtlichen und verwaltungstechnischen Berufen. Sie befähigt zur Übernahme von Führungsaufgaben, eigenverantwortlicher Rechtsberatung und Betriebsleitung in Kanzleien, Unternehmen und öffentlichen Institutionen.
Aufbauend auf: Rechtsanwaltsfachangestellter
Dauer
24 Monate
oder 12 Mon. Teilzeit
Lehrgangskosten
2.000–4.500 €
Gehalt danach
ab 3.000 €
nach Abschluss
Prüfung
Fachwirtprüfung
Was machst du als Rechtsfachwirt?
Du verantwortest als Rechtsfachwirt die rechtliche Beratung von Mandanten und Klienten, leitest Verwaltungsabteilungen oder Kanzleibereiche und übernimmst Budgetverantwortung sowie Personalführung. Du erstellst Rechtsanalysen, verhandels mit externen Partnern und setzt strategische Ziele um. Gleichzeitig bist du Ansprechpartner für komplexe Rechtsfragen und fungierst als Schnittstelle zwischen Geschäftsführung und operativen Teams.
Wo arbeitest du?
Rechtsanwaltskanzleien, Notariats- und Patentanwaltskanzleien, Rechtsabteilungen von Unternehmen (insbesondere mittlerer und großer Betriebe), Öffentliche Verwaltung, Behörden, Gerichte, Verbände, Versicherungen und Finanzinstitute mit Rechtsservice-Funktionen
Voraussetzungen
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (z.B. Rechtsanwaltsfachangestellter, Justizfachangestellter, Verwaltungsfachangestellter) und mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einer einschlägigen Funktion, oder eine Hochschulausbildung mit entsprechender Praxis.
Was lernst du in der Fortbildung?
Du vertiefst spezialisiertes Wissen in Zivilrecht, Handelsrecht, Arbeitsrecht und Verwaltungsrecht mit Fokus auf praktische Anwendung. Gleichzeitig entwickelst du Kompetenzen in Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Projektmanagement und Kommunikation. Du lernst, rechtliche Fragestellungen strategisch zu lösen und Teams zu führen.
Fachwirtprüfung & Abschluss
Die IHK-Fachwirtprüfung besteht aus vier schriftlichen Klausuren (je 120 Minuten) zu den Kernbereichen sowie einer mündlichen Prüfung (Präsentation und Fachgespräch). Alle Prüfungsteile müssen bestanden sein; eine Wiederholung einzelner Teile ist möglich.
Prüfungsthemen
- Rechtliche Beratung und Fallbearbeitung
- Betriebswirtschaft und Rechnungswesen
- Personalmanagement und Arbeitsrecht
- Kommunikation, Führung und Projektmanagement
Karriere nach der Fortbildung
Nach dem Abschluss kannst du in Leitungsfunktionen in Kanzleien, Rechtsabteilungen von Unternehmen oder Behörden aufsteigen. Du erlangst die Berechtigung zur Ausbildereignung (AEVO) und kannst Auszubildende anleiten. Eine Selbstständigkeit als freiberuflicher Rechtsberater oder Gründung einer Rechtsberatungsstelle ist möglich. Du erreichst mittlere bis gehobene Führungspositionen mit entsprechend höherem Einkommen.
Förderung
Der Rechtsfachwirt ist förderfähig nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, ehemals Meister-BAföG). Mit monatlich bis zu 934 Euro Lehrgangsgebühren und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten rechnen.
Ratgeber
Nach dem Abschluss zum Rechtsfachwirt berätst du Mandanten in Rechtsfragen, leitest Verwaltungsabteilungen oder Kanzleibereiche und übernimmst Budget- sowie Personalverantwortung. Die Fortbildung nach BBiG §53/54 dauert in Teilzeit rund 12, in Vollzeit bis zu 24 Monate und kostet zwischen 2.000 und 4.500 Euro. Das Gehalt danach liegt bei etwa 3.000 Euro monatlich.
Häufige Fragen
Was kostet die Fortbildung zum Rechtsfachwirt?
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um die Fortbildung zum Rechtsfachwirt zu beginnen?
Gibt es staatliche Förderung für die Fortbildung zum Rechtsfachwirt?
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss als Rechtsfachwirt?
Kann ich mit dem Abschluss als Rechtsfachwirt studieren?
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