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FachwirtWirtschaft & VerwaltungBBiG §53,54

Bankfachwirt

Der Bankfachwirt ist eine IHK-Aufstiegsfortbildung für Bankkaufleute, die sich für gehobene Führungs- und Fachaufgaben qualifizieren möchten. Die Fortbildung vermittelt umfassendes Wissen in Bankbetriebslehre, Finanzwirtschaft und Unternehmensführung und befähigt zur Übernahme von Leitungs- und Managementaufgaben in Kreditinstituten.

Aufbauend auf: Bankkaufmann

Dauer

2 Monate

oder 22 Mon. Teilzeit

Lehrgangskosten

3.300–5.124 €

Gehalt danach

ab 3.750 €

nach Abschluss

Prüfung

Fachwirtprüfung

Was machst du als Bankfachwirt?

Als Bankfachwirt übernimmst du Führungsaufgaben in mittleren und gehobenen Positionen bei Banken, Sparkassen und Finanzdienstleistern. Du verantwortest Kundenportfolios, leitest Teams, entwickelst Geschäftsstrategien und trifft Entscheidungen in Kreditvergabe, Anlageberatung und Vermögensmanagement. Du fungierst als Schnittstelle zwischen Kundengeschäft und Management und trägst zur Geschäftsentwicklung bei.

Wo arbeitest du?

Kreditinstitute wie Universalbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privatbanken, Investmentbanken, Bausparkassen, Versicherungsunternehmen mit Bankentochtern sowie Finanzdienstleister und FinTech-Unternehmen mit Bankenlizenz

Voraussetzungen

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Bankkaufmann/Bankkauffrau oder eine gleichwertige Qualifikation sowie i.d.R. mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Bankbereich. Die genauen Zulassungsvoraussetzungen regelt die IHK-Fortbildungsverordnung.

Was lernst du in der Fortbildung?

Die Fortbildung umfasst Bankbetriebslehre, Rechnungswesen und Controlling, Kreditgeschäft und RisikoManagement, Wertpapiergeschäft und Geldanlage, Unternehmensführung und Personalmanagement sowie Compliance und regulatorische Anforderungen. Du erlernst strategisches Denken, Kundenbeziehungsmanagement und befähigst dich zur Übernahme von Führungsverantwortung.

Fachwirtprüfung & Abschluss

Die IHK-Prüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen: schriftliche Klausuren (Bankbetriebslehre, Rechnungswesen/Controlling, Wertpapiergeschäft), praktische Fallstudien und mündliche Prüfung. Die Prüfung wird von der zuständigen IHK durchgeführt und dauert insgesamt mehrere Tage.

Prüfungsthemen

  • Bankbetriebslehre und Bankgeschichte
  • Rechnungswesen, Controlling und Bankbilanzen
  • Kreditgeschäft, Risikomanagement und Compliance
  • Wertpapiergeschäft, Geldanlage und Vermögensmanagement
  • Unternehmensführung und Personalmanagement
  • Kundenbeziehungsmanagement und Vertrieb

Karriere nach der Fortbildung

Nach Abschluss kannst du in mittleren und gehobenen Führungspositionen bei Kreditinstituten aufsteigen (Filialleiter, Bereichsleiter, Kundenberater im Management). Der Fachwirt eröffnet Wege in die Betriebsführung, ermöglicht Selbstständigkeit im Finanzberatungssektor und ist Grundlage für weitere Qualifikationen wie Bank-Diplom oder MBA-Programme.

Förderung

Bankfachwirte können unter Umständen Aufstiegs-BAföG (Meister-BAföG) erhalten; die genaue Förderfähigkeit ist mit der zuständigen IHK zu klären, da die Regelungen variieren können.

Ratgeber

Der Bankfachwirt ist eine Aufstiegsfortbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG, §§ 53–54), die von der IHK angeboten wird. Der Vollzeitlehrgang dauert etwa 2 Monate, in Teilzeit rund 22 Monate; die Lehrgangskosten liegen zwischen 3.300 und 5.124 Euro. Nach bestandener Prüfung verdienen Bankfachwirte durchschnittlich 3.750 bis 5.000 Euro brutto monatlich.

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen muss ich für die Zulassung zur Bankfachwirt-Prüfung erfüllen?
Voraussetzung ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung als Bankkaufmann oder Bankkauffrau bzw. eine gleichwertige anerkannte Qualifikation. Zusätzlich wird üblicherweise eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren im Bankbereich verlangt. Die genauen Zulassungsbedingungen sind in der jeweiligen IHK-Fortbildungsverordnung geregelt und können regional leicht variieren.
Kann ich die Fortbildung zum Bankfachwirt finanziell fördern lassen?
Ja, die Fortbildung ist über das Aufstiegs-BAföG (früher Meister-BAföG, geregelt im AFBG) förderungsfähig. Dabei können bis zu 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss gewährt werden, der nicht zurückgezahlt werden muss; der verbleibende Anteil kann als zinsgünstiges Darlehen beantragt werden. Bei bestandener Prüfung werden zudem 50 % des noch offenen Restdarlehens erlassen.
Welche Karrieremöglichkeiten eröffnet der Abschluss als Bankfachwirt?
Mit dem Bankfachwirt qualifizierst du dich für mittlere und gehobene Führungspositionen bei Kreditinstituten, etwa als Filialleiter, Bereichsleiter oder Kundenberater im Management. Der Abschluss ermöglicht außerdem eine Selbstständigkeit im Finanzberatungssektor und berechtigt zur Ausbildung von Nachwuchskräften gemäß der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO). Er bildet zudem die Grundlage für weiterführende IHK-Fortbildungen, etwa zum Bankbetriebswirt.
Berechtigt der Bankfachwirt zum Studium an einer Hochschule?
Ja, bestandene IHK-Fortbildungsprüfungen auf der Fachwirt-Ebene werden in allen Bundesländern als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt, sodass du ohne klassische Abiturprüfung ein Studium aufnehmen kannst. In der Regel berechtigt der Abschluss zum Studium fachverwandter Studiengänge, etwa Betriebswirtschaftslehre oder Finance, an Fachhochschulen und teils auch an Universitäten. Die genauen Zugangsregelungen variieren je nach Bundesland und Hochschule.